+
Die Containeranlage am Hoheneck wird seit Kurzem vor allem von Flüchtlingsfamilien mit Kindern bewohnt.

Gemeinderat

Computerraum für Flüchtlinge eingerichtet

  • schließen

Wackersberg - Spenden haben es möglich gemacht: Für 10 000 Euro hat die Gemeinde einen Computerraum für Flüchtlinge eingerichtet.

21 Flüchtlinge sind in die seit Kurzem bezugsfähige Containeranlage am Hoheneck in Oberfischbach eingezogen. „Es sind hauptsächlich Familien mit Kindern“, berichtete Alois Bauer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Es ist so, als ob sie schon immer dagewesen wären“, schilderte er die positiven Erfahrungen. „Sie lernen fleißig Deutsch.“ Ein großes Dankeschön richtete er an all die Freiwilligen, die sich gut um die Flüchtlinge kümmern.

Derweil gehen auch die Arbeiten am Aufenthaltsraum voran. „Nächste Woche soll der Raum im Heizwerk fertig werden“, sagte Bauer. Dieser sei wärmegedämmt worden. Dadurch, dass er direkt über dem Heizraum liege, habe er ohnehin konstant eine Temperatur von etwa 22 Grad. Dank Spenden wurde der Raum mit Tischen, Stühlen, Schränken und PCs eingerichtet. „Es war notwendig, dass wir möglichst schnell handeln“, sagte Bauer. Etwa 10 000 Euro kostet der Ausbau des Raums. Einstimmig genehmigten die Räte diese Ausgabe.

Außer den Bewohnern am Hoheneck leben weitere 15 Flüchtlinge in drei bis vier Wohngruppen im Gemeindegebiet. Die Zuweisungen seien zuletzt verringert worden, sagte Bauer in der Sitzung. Allerdings sei nicht klar, wie die Entwicklung weitergehe. Deshalb plant die Gemeinde wie berichtet auch am Bauhof Container aufzustellen. Das Brandschutzkonzept stehe, sagte der Bürgermeister. Auch dort soll es einen Raum geben für die Betreuer und den Sprachunterricht. Nach Vorschlag des Bürgermeisters könnte im Wertstoffhof eine Decke eingezogen werden. Über eine Außentreppe wäre der etwa 40 bis 50 Quadratmeter große Raum erreichbar. „Das macht Sinn“, sagte Bauer. „Ich hoffe, dass das Vorhaben genehmigungsfähig ist.“ Auch hier begrüßten die Räte ohne Gegenstimme, dass die Pläne eingereicht werden.

Nach dem aktuellen Sachstand in Sachen „Strasserhof“ fragte Ratsmitglied Martin März. „Die Planungen laufen“, sagte Bauer. „Es hört sich gut an.“ Die Eigentümer hätten abgeklärt, was alles zu tun sei. Der Umbau werde aber wohl ein paar Monate dauern. „Dann hätten wir 140 Plätze geschaffen und für heuer unsere Quote erfüllt.“ Das Ziel müsse weiterhin sein: „Anerkannte Flüchtlinge müssen ausbildungsfähig werden. Das geht am besten in kleinen Einheiten.“ Die Belegungskapazität an der Steinsäge (36) und am Strasserhof (60) „ist an der Grenze dessen, was machbar ist“, so Bauer.

Melina Staar

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Dienstagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Dienstagabend
Hermann John ist Ehren-Kreisbrandinspektor 
Für seinen langjährigen Einsatz wurde Hermann John von der Feuerwehr nun zum Ehren-Kreisbrandinspektor ernannt.
Hermann John ist Ehren-Kreisbrandinspektor 
Bayerische Regierungspräsidenten besichtigen das Bergwachtzentrum
Bayerische Regierungspräsidenten besichtigen das Bergwachtzentrum

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare