Auto fährt in Menschenmenge in Helsinki: Ein Toter

Auto fährt in Menschenmenge in Helsinki: Ein Toter
+
Bezugsfertig: Die Flüchtlings-Container am Hoheneck neben dem Stausee. 

Gemeinderat Wackersberg 

Container warten auf Bewohner

Wackersberg –  Nächste Woche werden voraussichtlich die ersten Flüchtlinge in die Container am Hoheneck einziehen. Auch mit der zweiten Anlage am Bauhof geht es voran.

„Wir haben die Fläche am Bauhof aufgekiest, demnächst werden die Fundamente betoniert“, sagte Bürgermeister Alois Bauer in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Kanalanschlüsse sind gelegt. Mitte März könnten hier die ersten Flüchtlinge einziehen. Nächste Woche werden wohl die ersten Bewohner die Container am Hoheneck beziehen. In den letzten Tagen richtete das Landratsamt die Wohneinheiten ein: Ein Stahlspind, Kühlschrank, Betten, Fernseher. Nachgerüstet hat die Gemeinde die Treppen zu den oberen Containern. „Das Brandschutzkonzept ist auch erstellt und genehmigt“, sagte Bauer. Auf die Frage nach den laufenden Kosten antwortete er: „Wir stellen das Gebäude und die Anschlüsse, die Einrichtung, der Betrieb also auch die Energiekosten laufen über das Landratsamt.“ Der Mietvertrag mit der Kreisbehörde ist bereits unterschrieben. Auch das WLAN ist eingerichtet, was aufgrund der Stahlbauweise der Container nicht ganz einfach war, wie Bauer sagte. Es mussten Verstärker eingebaut werden. Demnächst werden die Aufenthaltsräume ausgebaut. „Dort sollen die Flüchtlinge Deutsch und unsere Gepflogenheiten lernen“, so der Bürgermeister. Wie es mit einem Sicherheitsdienst aussehe, wollte Martin März wissen. „Den bezahlt der Staat nur bei Erstaufnahmeeinrichtungen“, sagte Bauer.

Rechtzeitig zur Ankunft der ersten Flüchtlinge hat sich der Helferkreis formiert. Kämmerer Jan Göhzold ist der Koordinator der Freiwilligen. In dem Zusammenhang hatte Alois Bauer eine gute Nachricht parat: Für den Helferkreis hatte der Wackersberger Ruprecht Rohde 10 000 Euro gespendet. Er wolle mit dem Geld helfen, dass die Koordination der Helfer klappt, sagte der Spender, der in der Sitzung anwesend war. „Danke, wir werden es vernünftig einsetzen“, sagte Bauer.

Die Betreuung der Flüchtlinge sei eine „Riesenaufgabe“. Das nötigste zum Leben bekommen die Asylsuchenden vom Landratsamt gestellt. „Aber wir müssen schauen, dass sie Deutsch lernen und etwas zu tun haben.“ Positiv ist laut Bauer die Wackersberger Philosophie, die Flüchtlinge in kleineren Einheiten unterzubringen. „Das ist leichter zu handhaben.“

Josef Demmel sprach sich für ein gutes Zusammenleben mit den Neuankömmlingen aus: „Das Wichtigste ist: Die Leute sind da. Es ist egal, warum sie gekommen sind und woher. Wir müssen mit ihnen zurechtkommen und die Sache positiv angehen – ob es einem jetzt passt oder nicht.“

Man könne es nicht beeinflussen, wer und wie viele kommen, sagte auch Bauer. „Aber wir müssen die Zeit, die die Leute bei uns sind sinnvoll nutzen, unter anderem mit Deutschunterricht.“

Melina Staar

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Krämpfe im Bein: Wanderer in Not
Ein erschöpfter Bergsteiger hat in der Nacht zum Freitag die Helfer der Bergwachtbereitschaften Lenggries und Benediktbeuern auf Trab gehalten.
Krämpfe im Bein: Wanderer in Not
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Freitagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Freitagabend
Das Sommerfest "Buntes Bad Tölz" ist in vollem Gange.
Alle Tölzer sind herzlich zur Feier am Bürgerhaus Lettenholz eingeladen. arp
Das Sommerfest "Buntes Bad Tölz" ist in vollem Gange.
Sparkasse verleiht Bürgerpreis an viele engagierte Ehrenamtliche
Sparkasse verleiht Bürgerpreis an viele engagierte Ehrenamtliche

Kommentare