+
Großprojekt: Blombergbahn-Geschäftsführer Hannes Zintel (re.) und der stellvertretende Betriebsleiter Edwin Bell vor der neuen 360-Grad-Kurve des erweiterten „Blomberg Blitz“. 

Neue Attraktion

Blomberg-Blitz: Doppelt so langes Fahrvergnügen

  • schließen

Wackersberg - Die Blombergbahn steht aufgrund der Revision derzeit still. Gearbeitet wird aber trotzdem fleißig. Der neue „Blomberg-Blitz“ steht kurz vor der Fertigstellung.

 Von der Straße aus ist schon zu sehen, dass am Blomberg etwas Großes entsteht . Hannes Zintel, Geschäftsführer der Bergbahn, erhofft sich genau diesen Werbeeffekt von der Verlängerung des „Blomberg-Blitzes“. „Wenn das Ganze dann nachts beleuchtet ist, soll es aussehen wie ein riesiger Lindwurm, der sich den Berg raufschlängelt.“ Samstags kann von 19 bis 22 Uhr gerodelt werden.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres arbeitet ein Team an der neuen Attraktion am Blomberg. Ein aufwändiger Prozess, denn die sechs Rohre, die die Schienen bilden, mussten vor Ort zusammengeschweißt werden. Das Faszinierende: Die Bahn ist ohne Fundament gebaut. Sie wird einzig von ihrem Gewicht am Boden gehalten, gesichert durch Erdnägel.

Da der neue Teil der Bahn durch den Wald verläuft, mussten genaue Vorgaben eingehalten werden: Eineinhalb Meter Abstand von den Bäumen muss die Bahn haben, damit sich niemand verletzt, wenn er etwa den Arm während der Fahrt zur Seite streckt.

Zunächst wurde der neue obere Teil aufgebaut. In diesen Tagen findet der Zusammenschluss mit der alten Bahn statt. Dann fehlt nur noch die Elektrik. Am 12. Dezember muss alles fertig sein, dann kommt der TÜV, um die Bahn abzunehmen.

Die klassische Sommerrodelbahn sei immer noch sehr gefragt, aber sehr wetterabhängig. Schon bei kleinster Feuchtigkeit ist es zu gefährlich, sie zu öffnen. Mit dem „Blitz“ ist der Blomberg flexibler. Er kann sowohl im Winter als auch im Sommer und auch bei Regen gefahren werden. Dafür gibt es eigene „Hauben“ für die Schlitten.

Der neue „Blitz“ wird etwa doppelt so lang sein wie der alte, der 2008 eröffnet wurde. „Der Fahrspaß wurde vergrößert“, verspricht Zintel. Bei der Auffahrt kommen die Fahrgäste an Ziegen, Alpakas und Kälbern vorbei. „Für uns ist das normal, aber wir haben viele Gäste aus dem urbanen Raum, für die das etwas Besonderes ist.“ An der Bergstation gibt es eine Almhütte, durch die die Schlitten durchfahren. Dann beginnt die Abfahrt. Um die Natur zu schonen, wurden Magerwiesen angelegt. Auf denen sollen künftig Blumen wachsen, um verschiedenen Insekten Lebensräume zu bieten.

Auch die Sicherheit wurde noch einmal erhöht. So ist es den Fahrgästen jetzt nicht mehr möglich, sich auf der Strecke selbst loszuschnallen. Hochmoderne Wirbelstrombremsen lassen den Schlitten am Ende der Bahn ruckelfrei runterbremsen. Nicht unwichtig, denn es sind Geschwindigkeiten bis zu 40 Stundenkilometer möglich. Aus Sicherheitsgründen ist in den Schlitten auch eine Beleuchtung integriert.

„Wir mussten einfach etwas Neues machen“, erklärt Zintel die Motivation für das 750 000 Euro teure Projekt. Die Gäste hätten oft geklagt, dass die ursprüngliche Bahn zu kurz geraten sei. Die ganze Branche wandle sich. „Wir müssen immer am Ball bleiben, wenn wir attraktiv sein wollen.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Live-Ticker: Neben Radwan (CSU) auch Wagner (Linke) im Bundestag?
Wann gibt‘s die ersten Ergebnisse im Tölzer Land? Wie haben die Wähler in Bad Tölz, Lenggries oder Kochel am See abgestimmt? Was sagen die Kandidaten und Parteien? Alle …
Live-Ticker: Neben Radwan (CSU) auch Wagner (Linke) im Bundestag?
Heimspiel der Tölzer Löwen gegen Bad Nauheim
Heimspiel der Tölzer Löwen gegen Bad Nauheim
Tölzer DNL-Team gewinnt mit 2:1 gegen Landshut
Tölzer DNL-Team gewinnt mit 2:1 gegen Landshut
Lösung für die Unfall-Kreuzung
Es war ein Horrorcrash mit zwei Toten heute vor einem Jahr, der das Bauamt Weilheim zum Umdenken brachte. Seitdem wird an einer kreuzungsfreien Lösung für die Ausfahrt …
Lösung für die Unfall-Kreuzung

Kommentare