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Eklig: Michele Calabro ist wütend, dass sie immer wieder Müll in der Leitzinger Au entdeckt. 

Widerwärtiges an der Isar 

Wackersbergerin klagt Müllhalde an Isar an: „Nehmt Euren Dreck wieder mit“

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Flaschen, menschlicher Kot, Liegestühle und jede Menge Müll: So sieht es in der Leitzinger Au an der Isar aus. Eine Spaziergängerin macht regelmäßig selbst sauber. Und jetzt reicht es ihr:

Wackersberg– Michele Calabro ist richtig sauer. Was sie kürzlich bei einem Spaziergang mit ihren Hunden zu sehen bekam, war ihr so noch nicht untergekommen. Die Wackersbergerin geht regelmäßig mit ihren elf Vierbeinern in der Leitzinger Au Gassi. „Das ist so ein schmaler Weg zur Isar runter. Im Naturschutzgebiet.“ Schon immer entdeckte sie jede Menge Müll, den sie stets aufnahm und entsorgte – bis auf einmal, als ein ganzer Hausstand im Wald lag. „Ich habe für die Hunde ja sowieso die Kacktüten dabei.“

Aber an diesem Samstag war es heftiger. „Schon an der Einfahrt, wo eigentlich jemand wohnt, habe ich Schuheinlagen gefunden, Tempos, dicke Plastikbecher, Zigarettenstummel, Flaschen.“ Alles packte sie wieder ein, um es später wegzuwerfen. „Aber direkt an der Isar war es noch schlimmer.“ Es waren eindeutige Überreste einer Party zu sehen. Eine Feuerstelle, Klappstühle, Kerzen, Lampenöl, Bierflaschen, Energydrinks. „Es war so eine Frechheit. In meiner Rage habe ich das alles gefilmt und fotografiert.“ Und dann fing Michele Calabro an, aufzuräumen. Alles habe sie säuberlich getrennt, was noch zu gebrauchen war, säuberte sie. Decken gab sie beispielsweise an den Tierschutz weiter. „Das gesammelte Pfand werde ich auch für einen guten Zweck spenden.“ Sie überlegt zum Beispiel ein Schild zu finanzieren, auf dem die Bitte formuliert ist, jeder möge seinen Müll doch wieder mitnehmen.

Dazu könne beispielsweise auch eine Kette beitragen, die den Leuten klar signalisiert, dass sie dort nicht mit dem Auto hinfahren dürfen. Wer nur zu Fuß gehen kann, kann nicht so viel schleppen, so Calabro.

„Ich bin sicherlich kein Spießer“, sagt die Wackersbergerin. „Junge Leute sollen ruhig Party machen. Aber bitte halt wieder alles wegräumen.“ Die hinterlassenen Scherben stellen eine Gefahr für Kinder und Hunde dar. Auch andere Hinterlassenschaften der Partygäste könnten gefährlich werden, da die Hunde diese einfach fressen könnten.

Besonders eklig: Auch menschlicher Kot war in Mengen vorhanden. „Alle regen sich über Hundehaufen auf. Aber es wäre doch nicht so schwer, wenn man in der Natur muss, einen Stein draufzulegen oder den Kot in der Erde zu vergraben.“

An Müllhaufen kann Calabro nicht einfach vorbeigehen. „Das ist doch schließlich unsere Isar. Man geht hierher, weil es ein schöner Ort ist. Dann kann man ihn doch nicht so hinterlassen.“

Die Isar werde immer mehr verdreckt. „Ich wünsche mir, dass die Leute die Natur nicht so respektlos behandeln.“ Und sie wünscht sich, dass mehr Menschen, so wie sie, wenn sie Müll sehen, diesen einfach mitnehmen. „Man kann leicht mit dem Finger zeigen und sich aufregen. Aber es ist auch ganz einfach, selbst ein bisschen mit aufzuräumen.“

An die Partygesellschaft, die ihren Dreck in der Leitzinger Au liegen gelassen hat, gerichtet sagt Michele Calabro: „Das war doof. Aber ich hoffe, das die Leute das nicht noch einmal machen.“

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