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Ortstermin in der Baustelle: Künstler Thomas Link (3. v. re.) erklärt am Modell des Volksaltars die Details.

Innenrenovierung

Filialkirche Arzbach: Ende der Baustelle in Sicht

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Arzbach - Die Innenrenovierung der Filialkirche Arzbach kommt auf die Zielgerade. Bereits Anfang Oktober beginnt der Abbau der Gerüste. Spätestens zu Weihnachten sollen wieder Gottesdienste gefeiert werden.

Handwerker und Baumaschinen, statt Gläubige und Orgelklang: Seit Anfang Juni ist die Kirche Herz Mariä eine Großbaustelle. Mittlerweile ist viel geschehen, wie sich beim jüngsten Ortstermin zeigte. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Kirchenpfleger Klaus Braun nach der Besprechung. Pfarrer Leo Sobik freut sich derweil schon auf den ersten Gottesdienst. „Ich muss die Gläubigen aber noch um etwas Geduld bitten“, so der Seelsorger.

Nach dem derzeitigen Bauzeitenplan steht nun der Abbau der Gerüste an. Elektriker und Kirchenmaler sind weitgehend fertig. Die sogenannte Raumschale, also das Kircheninnere, bleibt weiß. Darauf einigten sich die Mitglieder der Kirchenverwaltung nach Absprache mit Alexander Heisig vom Kunstreferat des Erzbistums München und Freising. „Die ursprüngliche Farbgebung war weiß“, so der Waakirchner Architekt Hans Hagleitner. Deshalb sei es konsequent, auf „unnötige Farbe“ zu verzichten.

Weitgehend fertig mit seiner Arbeit ist mittlerweile Thomas Link. Der Künstler hat aus weißem Botticino-Marmor einen neuen Volksaltar geschaffen sowie einen Ambo (Lesepult) und einen Taufstein. Die Details der Platzierung wurden nun beim Ortstermin festgelegt. Dabei ging es auch darum, wie eine Heiligenreliquie in dem Altar platziert werden kann. Diese Zeremonie wird üblicherweise beim Festgottesdienst zur Altarweihe vollzogen, so Heisig. Darum muss die Pfarrgemeinde demnächst den Münchner Kardinal Reinhard Marx bitten. Bis hier ein Termin zustande kommt, kann es noch dauern, so Pfarrer Sobik. „Das wird Frühjahr werden.“ Damit die Pfarrei aber bereits vor der Altarweihe Gottesdienste in der Kirche feiern kann, bedarf es eines Kunstgriffs. „Wir müssen den neuen Altar solange mit einer hölzernen Hülle versehen“, so der Kirchenpfleger. Auch das werde man in Eigenleistung auf die Beine stellen.

Bisher habe man bereits so viel ehrenamtliche Hilfe erfahren, dass auch hier mit Unterstützung zu rechnen sei. Angefangen von Handwerker-Leistungen wie beispielsweise beim Ausbau der Kreuzigungsgruppe und der Kirchenbänke. Auch den ausstehenden Wiedereinbau will die Pfarrei selbst stemmen. „Die Arbeitsstunden werden uns als Eigenleistung angerechnet“, so Braun.

Bereits fertiggestellt ist inzwischen die Pflasterung des nunmehr barrierefreien Eingangsbereichs. „So kommen nun auch Rollstuhlfahrer leichter in die Kirche“, freut sich Pfarrer Sobik.

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