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Ortstermin in der Filialkirche (v. li.): Architekt Hans Hagleitner, Kirchenpfleger Klaus Braun, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Benedikt Kloiber, Kirchenverwaltungsmitglied Klaus Riesch, Baubetreuerin Ursula Gonsior vom Erzbischöflichen Ordinariat, Mesner Hans Fuchs, Kirchenverwaltungsmitglied Hans Benz, Pfarrer Leo Sobik und Künstler Thomas Link. 

Renovierung

Filialkirche Arzbach wird zur Baustelle

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Arzbach - Darauf hat die Pfarrei seit Jahren gewartet: Endlich beginnt die Innenrenovierung der Filialkirche Arzbach. Nach dem Patroziniumsgottesdienst am kommenden Sonntag ist das Gotteshaus voraussichtlich ein halbes Jahr geschlossen.

Die endgültige Freigabe der Baumaßnahme durch das Erzbischöfliche Ordinariat München steht zwar noch aus. Dennoch soll in der kommenden Woche mit den ersten vorbereitenden Arbeiten begonnen werden. „Wir stehen längst in den Startlöchern“, so Kirchenpfleger Klaus Braun. Bei einer Reihe von Ortsterminen sind die einzelnen Maßnahmen im Detail abgestimmt worden.

Und das ist im Einzelnen geplant: Das zugemauerte Fenster hinter dem Hauptaltar wird geöffnet, um die ursprüngliche Architektur der Kirche wieder herzustellen. Dazu muss die Kreuzigungsgruppe abgebaut und vorübergehend ausgelagert werden. Die Fensteröffnung wird mit einer durchscheinenden Platte aus Glas oder ähnlichem Material versehen. Die Raumschale, also die farbliche Gestaltung des Kircheninneren, soll weiß gefasst werden. Um die Gerüste für den Kirchenmaler aufstellen zu können, müssen die Kirchenbänke ausgebaut und zwischengelagert werden. „Dafür brauchen wir freiwillige Helfer, die zupacken können“, so Braun. Kernstück der Sanierung ist die liturgische Neugestaltung des Altarraums nach den Vorschlägen des Künstlers Thomas Link. Demnach erhält die Kirche einen neuen Volksaltar neben darauf abgestimmtem Ambo und Taufbecken. Sie werden aus weißem Botticino-Marmor hergestellt. Altar, Lesepult und Taufstein hat der Wackersberger Pfarrgemeinderatsvorsitzende Benedikt Kloiber bereits als sogenannte 1:1-Modelle angefertigt. Von der Qualität der Arbeit waren beim jüngsten Ortstermin alle Beteiligten restlos begeistert, sagte Pfarrer Leo Sobik in der Sitzung von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung am vergangenen Montag. Die Modelle werden nun nach dem Gottesdienst am kommenden Freitagabend der Pfarrgemeinde vorgestellt (siehe Kasten unten).

Die Gesamtkosten der Sanierung sind auf maximal 570.000 Euro veranschlagt. Die Erzdiözese hat einen Zuschuss von bis zu 399 000 Euro bewilligt. In den Eigenanteil der Pfarrei von fast 170.000 Euro (mit Zuschüssen aus der Region) fließen auch die sogenannten Hand- und Spanndienste ein. Als Wunschtermin für die Wiedereröffnung der Filialkirche hat die Pfarrei das Kirchweihfest ins Auge gefasst.

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