Ex-1860-Präsident Dieter Schneider gestorben

Ex-1860-Präsident Dieter Schneider gestorben
+
„Kripperl-Architekt“: Martin Heimgreiter vor der neuen Fischbacher Krippe – bestückt mit der Heiligen Familie sowie mit Ochs und Esel.  

Neue Krippe

Heilige Familie zieht in St. Johannes ein

Fischbach – Martin Heimgreiter hat eine neue Krippe für die Fischbacher Filialkirche gebaut. Nach und nach sollen weitere Figuren einziehen.

Die Weihnachtsgeschichte bildhaft nachzustellen, ist vielen Menschen alljährlich zum Heiligabend ein Herzensanliegen. Mit Liebe und Leidenschaft und oftmals großem Arbeitsaufwand werden in den Wohnzimmern und auch in vielen Kirchen Kripperl aufgestellt.

Eine neue Ära diesbezüglich hat heuer in der St.-Johannes-Kirche in Fischbach begonnen: Dort wurde nämlich vor wenigen Tagen eine neue Darstellung der Geburt Christi aufgebaut. Komplett ausgestattet ist die Szenerie allerdings bei weitem noch nicht – das soll nach der Vorstellung von „Kripperl-Architekt“ Martin Heimgreiter mit Hilfe von Geldspenden nach und nach geschehen.

Es ist indes nicht die erste Heilige Familie, die im Fischbacher Gotteshaus Einzug gehalten hat. Da soll es nämlich – so erinnern sich ältere Bürger – auch in früheren Zeiten schon eine zur Kirche gehörende, durchaus wertvolle Weihnachtskrippe gegeben haben. Danach hätten als Ersatz über viele Jahre hinweg nacheinander zwei Kripperl aus privater Hand den Platz eingenommen. Und als diese nicht mehr zur Verfügung standen, fand die traditionsreiche Nachstellung der Geschichte um Gottes Menschwerdung ein bedauerliches Ende.

Wieder gingen Jahre ins Land, bis der Wunsch aus dem Kreis der Pfarrfamilie, die weihnachtliche Kirche erneut mit einer Krippe zu bereichern, schließlich zum Ausdruck kam. Bei Martin Heimgreiter, Schreinermeister mit künstlerischer Ader, stieß man auf offene Ohren. Als an Weihnachten 2014 die Entscheidung für eine Neubeschaffung getroffen wurde, war Heimgreiter gerade mit der Neugestaltung der alten Heilbrunner Krippe, die vom berühmten Bildhauer Sebastian Osterrieder stammt, fertig geworden. In Fischbach hatte man als Aufstellungsort die Nische im Eingangsbereich des Gotteshauses auserwählt, in der sonst das Kriegerdenkmal untergebracht ist. Anhand der Maße begann Heimgreiter mit der Planung und dem Modellbau. Um den historischen Gegebenheiten im orientalischen Baustil und Landschaftsbild möglichst nahezukommen, recherchierte er im Internet. „Auf den Abbildungen von damals ist alles aus Stein gebaut. Ich habe nun das ganze Arrangement aus Holz angefertigt, die Stein-Optik ist mit entsprechender Bemalung herbeigeführt“, berichtet der kunstsinnige Handwerker.

Um die Größenverhältnisse und Farben von Figuren und Kulisse aufeinander abstimmen zu können, kaufte er im September kurzerhand die bereits im Frühjahr mit anderen im Grödnertal ausgesuchte Heilige Familie – allerdings nicht wie anfangs gedacht in 20 Zentimeter Größe, sondern 30 Zentimeter groß. „Was wir da jetzt machen, ist eine Investition auf lange Sicht. Das muss schon was Gescheites sein.“ Die Folge war, dass das erste Gebäude-Modell hinfällig war und ein neues konstruiert werden musste.

Ab Oktober lief dann die Arbeit am Original und zuletzt der Einbau samt Beleuchtung in die Mauernische von St. Johannes. So an die 150 Stunden hätten sich da mittlerweile schon summiert, schätzt Heimgreiter.

Nun können Kirchenbesucher die überlieferte friedvolle Szene der Heiligen Nacht im Stall verinnerlichen – und dabei vielleicht auch überlegen, ob sich zur Anschaffung weiterer Figuren nicht ein Scherflein beitragen ließe. Denn die Geschichte erzählt ja auch noch von den Hirten auf dem Felde und der Ankunft der Weisen aus dem Morgenland ...

Rosi Bauer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das ist los auf dem „Summer Village“
Das ist los auf dem „Summer Village“
Hilfe für Kinder, Senioren, Vereine
Die Gemeinde Jachenau freut sich über einen Geldsegen: Wie berichtet hat der Münchner Galerist Otto van de Loo, der viel Zeit am Walchensee verbrachte, testamentarisch …
Hilfe für Kinder, Senioren, Vereine
Leserfoto des Tages: Blick in den Soiernkessel
Leserfoto des Tages: Blick in den Soiernkessel
Rat an die Absolventen: Das Steuerrad selbst übernehmen
Das Tölzer Förderzentrum verabschiedet jetzt seine Absolventen - mit vielen guten Wünschen.
Rat an die Absolventen: Das Steuerrad selbst übernehmen

Kommentare