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Kampf gegen die Flammen: Insgesamt 71 Mitglieder der Feuerwehren Wackersberg, Arzbach, Bad Tölz und Greiling waren im Einsatz.

Großeinsatz für die Feuerwehr

Garagenbrand in Wackersberg: Zehntausende Bienen tot

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Dunkler Rauch hing am Samstag über Wackersberg. Aus bislang ungeklärter Ursache war eine Garage in Brand geraten. Die Feuerwehr kämpfte neben den Flammen auch gegen aggressiv gewordene Bienen. Fünf Völker hatten sich im Gebäude befunden.

Wackersberg – Eine ohrenbetäubende Explosion reißt um kurz vor 15 Uhr Wackersbergs Alt-Bürgermeister Georg Kellner aus der samstäglichen Ruhe. Er stürzt zum Fenster – und sieht Flammen und Rauch, wo eigentlich seine Garage sein sollte. „Das ganze Ding stand in Flammen“, sagt Kellner. In dem Gebäude sind nicht nur zwei Autos untergebracht. Unter dem Dach haben auch fünf Bienenvölker überwintert. Etwa 50 000 Tiere pro Stock, insgesamt also bis zu 250 000 Bienen. „Ich bezweifle, dass sie das überlebt haben“, sagt der Imker.     

Dunkler Rauch stieg vom Unglücksort auf.


Das Unglück war weithin sichtbar: Riesige dunkle Rauchsäulen stiegen vom Brandort auf. „Die Rauchentwicklung war massivst“, sagt  Kreisbrandmeister und Einsatzleiter Georg Lettner. Die 71 Feuerwehrmitglieder der Wehren Wackersberg, Arzbach und Bad Tölz mussten den Atemschutz zum Teil schon im Freien anlegen, um die Flammen überhaupt bekämpfen zu können. Auch zwei Mitglieder der Feuerwehr Greiling waren vor Ort: Im Rahmen einer Routinefahrt waren sie zufällig vorbeigekommen und trafen als erste Einsatzkräfte vor Ort ein. „Sie bauten schon mal die Wasserversorgung von einem nahe gelegenen Hydranten auf“, lobt Lettner. 

Anwohner retten sieben Kaninchen aus den Flammen

Neben dem starken Rauch machten die Bienen den Einsatzkräften das Leben schwer. „Durch das Feuer waren sie natürlich aggressiv“, schildert Lettner. Hektisch schwirrten tausende Bienen durch die Luft, hunderte lagen bereits tot am Boden. Jeder Feuerwehrmann achtete gut darauf, dass seine Schutzkleidung verschlossen war. „Einige wurden trotzdem gestochen“, sagt Lettner. Ein Mitglied der Wackersberger Wehr brachte der Rettungsdienst außerdem ins Krankenhaus: Der Mann war umgeknickt. „Er konnte aber nach ambulanter Behandlung gleich wieder entlassen werden.“ 

Ansonsten wurde glücklicherweise niemand verletzt. Auch die Anwohner waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, betont Einsatzleiter Lettner. Einige von ihnen hatten nach Ausbruch des Feuers sieben Kaninchen aus der Garage gerettet. „Die Tiere blieben unversehrt.“

Sachschaden von mehreren 10 000 Euro

Die Nachlöscharbeiten zogen sich Lettner zufolge bis 17 Uhr hin. Die Feuerwehr Wackersberg kontrollierte die Einsatzstelle außerdem noch bis in die späten Abendstunden, um die Glutnester zu überwachen. Zur Brandursache kann Lettner nichts sagen: Diese herauszufinden liegt in den Händen der Kriminalpolizei Weilheim. „Die Untersuchungen hierzu dauern an“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Beamten rechnen mit einem Schaden von mehreren 10 000 Euro. Sicher ist: Die beiden Autos haben das Inferno unbeschadet überstanden, da die Garage feuerfest ist.

Für Hobby-Imker Georg Kellner dürfte das nur ein kleiner Trost sein. „Es ist schlimm“, sagt Kellner mit Blick auf die zehntausenden Bienen, die bei dem Brand verendet sind. Nur etwa eine Stunde vor dem Unglück hatte der Imker nach seinen Völkern gesehen. Was passiert wäre, wenn er zum Zeitpunkt der Explosion in der Garage gewesen wäre, darüber will Kellner lieber nicht nachdenken. „Ich habe riesiges Glück gehabt.“

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