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Gemeinderat

Weichen für neue Krippe gestellt

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Wackersberg – Die Eltern wurden befragt. Nun plant die  Gemeinde Wackersberg einen Anbau am Arzbacher „Isarbiber“-Kindergarten.

Wackersberg wird mit den Planungen für eine neue Kinderkrippe beginnen. Das beschlossen die Gemeinderäte am Dienstagabend in der Sitzung.

Zuvor hatte Rathaus-Geschäftsleiter Jan Göhzold die Ergebnisse einer Befragung präsentiert. Demnach waren bis zum Stichtag 26. Mai 103 Kinder in Wackersberg maximal drei Jahre alt – also potenzielle Krippenbesucher. Von den 94 angeschriebenen Eltern – einige wurden wegen Geschwisterkindern nur einmal angeschrieben – erhielt die Gemeinde 54 Antworten. Das Ergebnis: 35 haben keinen Bedarf an einem Platz in einer Betreuungseinrichtung, 19 schon. 14 Kinder sind bereits untergebracht, für sie gab es keine Rückmeldung. Berücksichtigt werden muss eine Krippenbesuchszeit von etwa zwei Jahren. „Je nach Auslegung kommen wir darauf, dass wir für 16 oder 17 Kinder einen Bedarf haben“, schloss Göhzold. Er habe bereits Rücksprache mit dem Landratsamt gehalten. „Der Bedarf wird von Jahr zu Jahr mehr“, sagte Bürgermeister Alois Bauer. „Die Mütter müssen oft schnell an ihre Arbeitsstelle zurückkehren.“

Ob man nicht zunächst in einem Raum im Kindergarten eine Krippe testen könne, fragte Josef Kaltenhauser. „Bauen würde ich erst, wenn der Bedarf wirklich da ist.“ Man wolle zunächst nur die Eingabeplanung in Auftrag geben, antwortete der Bürgermeister. „Im Herbst haben wir dann konkretere Zahlen.“

Viele Eltern würden ihre Kinder gerne nach Arzbach und Wackersberg schicken, sagte Andrea Lechner. „Bei uns ist es kleiner, familiärer. Das hat Charme. Ich bin dafür.“ Hans Demmel pflichtete ihr bei. „Vielen Eltern bleibt auch gar nichts anderes übrig, als ihr Kind in Betreuung zu geben.“

Geplant ist wie berichtet ein Anbau an den Kindergarten Isarbiber in Arzbach. Vorgesehen sind ein Gruppenraum, ein Ruheraum, ein Werk- oder Therapieraum sowie eine Umkleide und ein Sanitärbereich. Einen eigenen Gartenbereich soll es ebenfalls für die Krippenkinder geben.

Eine Zuhörerin sprach sich dafür aus, das „Spatzennest“ weiter zu betreiben. Dort werden derzeit bis zu zwölf Kinder von eineinhalb bis drei Jahren zweimal wöchentlich vormittags betreut. Vielleicht könne ja ein Raum weiterhin für das „Spatzennest“ zur Verfügung stehen, wünschte sich die Frau. Vom Konzept seien viele begeistert.

Gegen den Vorschlag von Bürgermeister Bauer, jetzt mit der Planung zu beginnen, stimmten Nikolaus Braun und Jakob Monn. Letzterer zweifelte, dass der Bedarf wirklich da sei. „Vielleicht sind manche erst zum Nachdenken gekommen, weil wir sie angeschrieben haben. Eine richtige Bedarfsermittlung hätten wir meiner Meinung nach nur, wenn sich die Eltern bei uns melden und nach mehr Krippenplätzen fragen.“

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