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Neue Nutzung: Der ehemalige Gasthof Strasserhof soll zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden. 

Gemeinderat

Strasserhof: Großer Schritt zur neuen Nutzung

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Wackersberg - Jetzt geht es voran: Der Strasserhof kann zur Flüchtlingsunterkunft ausgebaut werden. Die Weichen stellte der Wackersberger Gemeinderat am Dienstagabend.

Seit etwa einem Dreivierteljahr wird daran gearbeitet, dass das ehemalige Gasthaus Strasserhof zu einer Asylbewerberunterkunft umgebaut werden kann. In der Sitzung am Dienstagabend lag den Gemeinderäten jetzt der Antrag des Eigentümers auf Nutzungsänderung vor. Wie berichtet musste vor allem der Brandschutz geklärt werden. „Es wurde eine unabhängige, zweite Treppe als Fluchtweg gebraucht“, sagte Bürgermeister Alois Bauer. „Die Leute müssen sich im Notfall selber retten können.“

Auflage für die Nutzungsänderung ist auch, dass die Grunddienstbarkeiten geklärt sind. Dies betrifft die Ableitung des Schmutzwassers in den gemeindeeigenen Kanal am Peterbauernweg. Außerdem muss die Dichtigkeit und die Funktion des Kanals nachgewiesen werden. Für das Trinkwasser gibt es ebenfalls Auflagen: Hier muss die bestehende, überlange Leitung überarbeitet werden.

Auf drei Stockwerken sollen sich die bis zu 60 Bewohner künftig verteilen. Im ersten Stock und im Dachgeschoss gibt es bereits bestehende Fremdenzimmer. Im ersten Stock sollen in den kleinen Saal Trennwände eingezogen werden, damit weitere Zimmer entstehen. Genauso wird auch im Erdgeschoss vorgegangen, wo das ehemalige Clubheim zu kleinen Wohneinheiten wird. Hauptsächlich sind es Fünf-Zimmer-Betten. Dort, wo früher das Café untergebracht war, soll ein Gemeinschaftsraum für Kochen und Essen sein. Für den großen Saal im Obergeschoss, die ehemalige Tenne, wurde eine „Nullnutzung“ beantragt – das heißt, er bleibt so wie er ist.

„Wie ist der Bedarf?“, wollte Josef Demmel wissen. „Man hört, dass etliche Anlagen leer stehen.“ Die Vorzeichen hätten sich geändert, bestätigte Bauer. Es werde vermutet, dass die bislang ausgegebene 5000er-Marke in diesem Jahr nicht erreicht werde. „Wir sind froh, wenn der Druck etwas weg ist. Aber es kann jederzeit wieder ein Schub kommen.“

Die Gemeinde hatte dem Eigentümer des Strasserhofs die Auflage gesetzt, dass ein Betreuer vor Ort sein muss. Wie das geregelt werde, wollte Klaus Willibald wissen. „Er muss entweder vom Grundbesitzer oder vom Landratsamt gestellt werden“, sagte Bauer.

Ob der Eigentümer aus der Nutzung des Strasserhofs als Asylbewerberunterkunft eine Wohnnutzung ableiten könne, fragte Martin März. „Nein. Es handelt sich um eine Sondernutzung“, sagte Bauer.

Mit einer Gegenstimme von Josef Demmel wurde die Nutzungsänderung schließlich genehmigt.

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