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Auge in Auge : Das denkmalgeschützte Kapellenhaus (re.) und die Tenne des früheren Strasserhofs (li.).

In Straß: Hotel-Nachbar hat Bedenken

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Etwa 500 Jahre alt ist das Kapellenhaus in Straß. Der Besitzer befürchtet nun, dass das geplante Hotel in der Nachbarschaft negative Auswirkungen auf das historische Gebäude haben könnte.

Wackersberg– Erneut stand die Planung eines neuen Hotels in Straß – am Standort des früheren „Strasserhofs“ – auf der Tagesordnung des Wackersberger Gemeinderats. Die zweite Auslegung des Bebauungsplans ist vorbei. Wie berichtet gab es seitens der Träger öffentlicher Belange nach der ersten Auslegung nur kleinere Anmerkungen, die allesamt eingearbeitet wurden.

Jetzt äußerte allerdings der Nachbar des Hotels Bedenken. Wie Bürgermeister Alois Bauer in der Sitzung sagte, gehe es primär darum, dass die freie Sicht vom Kapellenhaus aus eingeschränkt werden könnte. Auf Anfrage sagt Bauer, dass in dem Gebäude derzeit zwei Wohnungen existieren, eine davon genutzt von besagtem Nachbarn. Um dessen Bedenken aus dem Weg zu räumen, wurde das Baufeld des Hotels nun nach Norden geschoben. „Dadurch verschiebt sich die Hauskante genau um die Balkontiefe“, sagt Bauer. So seien auch die neuen Dachhäuser – die für das Hotel benötigt werden, um die geplante Kapazität zu erreichen – vom Kapellenhaus aus nicht sichtbar. „Die Maße für den Neubau sind im Bebauungsplan genau definiert“, so der Bürgermeister. „Das neue Hotel darf nicht höher oder breiter als der Bestand werden.“

Überprüft wurden zudem die Immissionen vom Hotel in Richtung Kapellenhaus, so Bauer. Es habe sich herausgestellt, dass diese in einem verträglichen Rahmen seien. Den Entwurf des Bebauungsplans, in den alles eingearbeitet wurde, billigten die Räte einstimmig.

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In einer zweiten Abstimmung beschäftigten sich die Räte mit einem städtebaulichen Vertrag. Darin wird festgelegt, dass an der Stelle nur ein Hotel garni – also mit Frühstück – nicht aber zum Beispiel eine Gastronomie entstehen darf, bei der mit deutliche größeren Immissionen zu rechnen wäre. Auch wird die Größe der Betriebsleiterwohnung auf maximal 120 Quadratmeter festgesetzt. „Im Bebauungsplan können wir das nicht so eng schnüren“, erklärt Bauer. „Aber im Grundbuch können wir es festhalten.“

„Ich freue mich, dass sich die meisten Bedenken in Luft aufgelöst haben“, sagt Hotel-Betreiber Johannes Tien, der über die Einwände zu diesem Zeitpunkt überrascht war. Er hoffe, dass das Verhältnis zum Nachbarn dadurch nicht gelitten habe. Zum laufenden Verfahren möchte sich Nachbar Tassilo Perras derzeit nicht äußern. Vor ein paar Tagen aber hatte er auf Anfrage erklärt, dass er den Plänen für das Hotel grundsätzlich positiv gegenüberstehe, es für ihn aber entscheidend sei, dass die „bauliche Dimension“ mit dem Kapellenhaus verträglich sei.

Mit den jetzt festgesetzten Änderungen sollten die Einwände aber entkräftet sein, sagt Bürgermeister Alois Bauer. „Ich hoffe zumindest, dass die Bedenken zerstreut werden konnten.“

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