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Neues Baugebiet: Ende Mai kann’s losgehen

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Das Baugebiet an der Waxensteinstraße: Die Erschließung des Areals nahe der Längentalstraße in Arzbach hat begonnen. Ein Teil der Kanalisation ist bereits im Bereich der künftigen Straßen verlegt.
Das Baugebiet an der Waxensteinstraße: Die Erschließung des Areals nahe der Längentalstraße in Arzbach hat begonnen. Ein Teil der Kanalisation ist bereits im Bereich der künftigen Straßen verlegt. © Pröhl

Nach der zweiten Änderung des Bebauungsplans „Längentalstraße-Süd“ soll es nun zu keinen weiteren Verzögerungen für die Bauherren kommen. Ende Mai kann es los gehen

Wackersberg – Gute Nachricht für die Bauwilligen: Mit dem Aufstellungsbeschluss für die zweite Änderung des Bebauungsplans „Längentalstraße-Süd“ kommt es zu keiner weiteren Verzögerung für die Bauherren in dem betreffenden Neubaugebiet. Das versicherte Bürgermeister Alois Bauer in der jüngsten Wackerberger Gemeinderatssitzung. „Es besteht ja bereits Baurecht. Die Änderungen sind relativ geringfügig und interessieren vor allem die Planer“, sagte er.

Zu Erinnerung: In dem Neubaugebiet wurden im nördlichen Bereich fünf Parzellen mit Mischgebiets-Charakter ausgewiesen. „Damit wollen wir einen geräuschtechnischen Puffer zum angrenzenden Gewerbe schaffen“, so der Rathauschef. Alles andere ist demnach als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Die Häuser in Letzterem sollen alle im relativ zügigen Freistellungsverfahren durchgezogen werden.

„Die Änderungen sind geringfügig“

Insgesamt wurden bereits nach strengen Kriterien alle Grundstücke bis auf drei vergeben. Dabei stand die jeweilige Familienstruktur – „wenigstens zwei Kinder“ – im Vordergrund. „Wir haben beschlossen, die Vergabe der restlichen drei Parzellen zurückzustellen“, so Bauer. Damit würde ein gewisses Polster an Baugrund geschaffen. Die könnten dann in ein paar Jahren erneut ausgeschrieben werden. Bis dahin habe sich in einigen Familien die Struktur sicher wieder verändert. „Das heißt, dass manche Familien da hineinwachsen werden, die dann die Kriterien erfüllen.“

Die wesentlichen Punkte in der zweiten Änderung des Bebauungsplans betreffen zum einen die Mischgebiets-Parzellen. Hier wurde festgelegt, dass auf Wunsch der Bauwerber eine zweite Wohneinheit eingebaut werden darf. Allerdings dürfen es maximal zwei Wohnungen, sein und der Wohnanteil darf 50 Prozent der Gesamtfläche nicht übersteigen. Das Ganze soll beim Verkauf auch im Grundbuch abgesichert werden. Die zweite wesentliche Änderung betrifft Nebengebäude wie Müll-Häuschen, Schupfen und ähnliches. Hier sind nun maximal zwei möglich, deren Gesamtfläche allerdings 15 Quadratmeter nicht überschreiten darf.

Satzungsbeschluss wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung eingeleitet

Insgesamt stimmte der Gemeinderat der Änderung einmütig zu, der Satzungsbeschluss wurde eingeleitet und das verkürzte Verfahren ohne Bürgerbeteiligung soll eingeleitet werden.

Auch mit den Infrastruktur-Maßnahmen mit Straßenbau, Kanal und Trinkwasser-Versorgung ist man in dem Neubaugebiet bereits auf einem guten Weg. „Etwa ein Drittel der Arbeiten wurde bereits durchgeführt“, so Bauer. Geplant sei, dass etwa die Waxensteinstraße bis Ende Mai fertig ist. „Dann sollten auch die ersten mit dem Bauen anfangen können.“

Beginn: Ende Mai

Dass auch die Bauherren aufs Tempo drücken, zeigten zwei Anträge, die dem Rat bereits vorlagen. So will ein Zimmereibetrieb dort ein Wohn- und Bürogebäude samt Lager – keine Werkstatt – errichten. Des Weiteren lag eine Voranfrage für einen Karosseriebau-Betrieb mit Tiefgarage und Wohnungen vor. Auch diese beiden Anträge wurden vom Rat einstimmig befürwortet. „Allerdings“, so schränkte Bauer ein, „müssen hier noch emissionsrechtliche Fragen abgeklärt werden“. Möglicherweise sei der Betrieb für ein Mischgebiet ungeeignet.

Ewald Scheitterer

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