Am höchsten Punkt des Dorfs steht die Wackersberger Pfarrkirche St. Nikolaus.
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Am höchsten Punkt des Dorfs steht die Wackersberger Pfarrkirche St. Nikolaus.

Gotteshaus ab 7. geschlossen

Kirche St. Nikolaus in Wackersberg: Arbeiten am Untergrund beginnen

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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In der Pfarrkirche St. Nikolaus in Wackersberg steht der nächste Sanierungsabschnitt an. Ab 7. Juni werden daher alle Gottesdienste nach Arzbach verlegt. Für die Arbeiten selbst werden noch Helfer gesucht – und Spender.

Wackersberg – 2019 wurde der erste Sanierungsabschnitt in der Kirche St. Nikolaus erledigt. „Die Elektroinstallation und der Schaltkasten wurden erneuert, die eine erhebliche Gefahr für Kurzschluss und Brandgefahr darstellten“, blickt Bernhard Sappl auf die Arbeiten zurück. Sappl war der Vorgänger von Kirchenpfleger Klaus Lindner und begleitet die Sanierung. Abgeschaltet wurde vor zwei Jahren auch die Kirchenbankheizung – und zwar aus Sicherheitsgründen. Wegen der Setzungen im Boden unter den Bänken war die Stromzuführung gerissen.

Nässe hat sich in den Balken des Unterbaus gefressen

Genau diese Setzungen sollen nun im zweiten Sanierungsabschnitt behoben werden. „Es gibt im Untergrund einige verfaulte Balken, die für die Setzungen verantwortlich sind“, sagt Sappl. Bis zur Kanalisierung vor rund 20 Jahren fraß sich die Nässe immer weiter durchs Holz. Das ist jetzt zwar deutlich besser geworden, aber der Schaden war natürlich angerichtet. „Der Boden hat sich um etwa zwei bis drei Zentimeter gesenkt“, sagt Sappl.

Um überhaupt an den Boden zu kommen, müssen als erstes die Kirchenbänke entfernt werden. Unter anderem dafür werden noch freiwillige Helfer gesucht. „Es sind viele Arbeiten mit Tragen und Heben dabei. Bei den Arbeiten sind alle Helfer versichert“, sagt Sappl. Danach werden die Balken ersetzt, der Boden wieder aufgebaut – alles unter Anleitung einer Fachfirma und des Denkmalschutzes. „Auch ein Archäologe wird kommen und den Untergrund begutachten“, sagt Sappl.

Nach der Sanierung gibt es wieder beheizte Kirchenbänke

Im Zuge der Sanierung soll dann auch die Kirchenbankheizung wieder eingebaut werden. Zuletzt hatte jede Bank eine Sitzheizung. Mit Blick auf die ökologische Sinnhaftigkeit der Maßnahme werde aber derzeit überlegt, ob vielleicht nur jede zweite oder dritte Reihe damit ausgestattet wird. Das werde sich aber erst im Laufe der Maßnahme zeigen.

Rund 50 000 bis 70 000 Euro wird der zweite Sanierungsabschnitt kosten, wenn die Kirchengemeinde einiges an Eigenleistung erbringt. „Sonst wäre das erheblich teurer.“ Finanzielle Unterstützung gibt es von der politischen Gemeinde Wackersberg, nicht aber von der Erzdiözese. „Leider konnten wir in der Diözese nicht die Priorisierung für finanzielle Unterstützung erreichen, da dort die Mittel für die wichtigsten anstehenden Maßnahmen kaum reichen“, sagt Sappl. Daher hofft die Kirchengemeinde auf Spenden aus der Bevölkerung.

Ab 7. Juni ist das Gotteshaus geschlossen

Begonnen wird mit der Sanierung am 7. Juni. Ab diesem Tag ist das Gotteshaus geschlossen – voraussichtlich bis Ende September. Alle Messen werden bis dahin in der Arzbacher Kirche gefeiert. Sappl: „Dafür herzlichen Dank an Mesner Hans Fuchs.“

Helfen & Spenden: Bei der Ligabank München gibt es ein Spendenkonto. Die IBAN lautet DE65 7509 0300 0002 1459 52. Als Verwendungszweck „Sanierung St. Nikolaus Wackersberg“ angeben.

Wer bei den Arbeiten helfen möchte, kann sich bei Bernhard Sappl melden – per Mail an bernhard.sappl@t-online.de oder unter Telefon 0 80 41/4 13 15 oder 01 60/91 56 00 21.

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