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Die Kandidaten der Wählergemeinschaft Oberfischbach: (v. li.) Horst Stahl, Franz Demmel, Stefan Bosch, Anna Heimgreiter, Peter Noderer, Heinz Hirz, Josef Wolf, Ursula Fiechtner, Martin Fischer, Maria Wolf, Hans Haas und Hans Heiß. Nicht auf dem Bild sind Barbara Bauer und Christoph Laschka.

Kandidaten stellen sich vor

Kommunalwahl 2020: Oberfischbacher stehen hinter Bürgermeisterkandidat Göhzold für Wackersberg

Die Wählergemeinschaft Oberfischbach wird keinen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt schicken.

Oberfischbach –  Dennoch blickte die Gruppierung in ihrer Aufstellungsversammlung am Freitag absolut zuversichtlich in die Zukunft. Bürgermeister Alois Bauer – er tritt im März 2020 nicht mehr an – hatte das Amt des Wahlleiters übernommen und informierte die Besucher auch gleich über die Bemühungen, im Vorfeld Kandidaten für den Gemeinderat zu finden: „Es war nicht einfach. Zwar wurde wirklich intensiv gesucht, doch es gibt immer noch Bedarf.“

Spontan meldete sich Anna Heimgreiter: „Ich mach’ mit. Mir ist die Damenwelt zu wenig vertreten.“ Damit war das Feld auf 14 Kandidaten angewachsen – möglich wären 16 gewesen. Zugestimmt wurde deshalb dem Vorschlag, die beiden Kandidaten, die bei der Abstimmung über die Platzierung auf der Liste die meisten Stimmen holen, auf dem Wahlschein doppelt aufzuführen. Gewählt wurde jedoch erst, nachdem sich alle anwesenden Kandidaten (Barbara Bauer und Christoph Laschka fehlten entschuldigt) vorgestellt hatten.

Alois Bauer berichtete noch über die Zusammenarbeit in den vergangenen knapp sechs Jahren und versicherte: „Die Heimatgemeinde mitgestalten zu können lohnt sich.“ Damit sprach der Rathauschef auch seinen designierten Nachfolger Jan Göhzold an. Der momentane Kämmerer und Geschäftsstellenleiter der Gemeinde hatte wie berichtet seine Bereitschaft bekundet, als Bürgermeister zu kandidieren. Am Donnerstagabend hatte ihn die Wählergemeinschaft Wackersberg-Arzbach offiziell nominiert. „Der Jan ist ein Glücksfall für Wackersberg. Er weiß nahezu über alles Bescheid“, sagte Bauer. „Wenn er der Gemeinde in Zukunft so helfen kann, wie er mir oft geholfen hat, dann besteht kein Grund zur Sorge.“ An Göhzold gewandt, ergänzte er: „Jan, du wirst deine Entscheidung nicht bereuen. Es ist ein schönes Amt.“

Göhzold selbst stellte sich und seine Pläne ebenfalls vor. „Ganz besonders liegt mir die Stärkung der Familien am Herzen. Kinder sind unser aller Zukunft, darum müssen wir uns besonders kümmern.“ Dazu gehört auch die Schaffung von Wohnraum. Weniger als „Spezialist“ sah sich Göhzold in Sachen Land- und Forstwirtschaft sowie im Bauwesen: „Da hoffe ich auf Hilfe von Gemeinderatsmitgliedern und bin jederzeit für Gespräche mit Fachleuten bereit.“

Auch wenn der Bürgermeisterkandidat nicht aus den Reihen der Wählergemeinschaft Oberfischbach kommt, kann er mit deren Unterstützung rechnen. Zumindest konnte man das aus den Vorstellungen einiger Kandidaten heraushören. Hans Heiß: „Mir hat meine bisherige Zeit im Gremium richtig Spaß gemacht. Sollte ich wieder gewählt werden, stehe ich dem Jan mit Rat und Tat zur Seite.“

Göhzold freute sich über die Reaktionen auf seine Kandidatur: „Ich habe nicht nur aus der Bevölkerung schon sehr viel Zuspruch erfahren. Mitarbeiter der Verwaltung im Rathaus, vom Bauhof und vom Kindergarten haben mir zur Entscheidung gratuliert.“

Bei der anschließenden Wahl erhielten Martin Fischer (72) und Hans Haas jun. (59) die meisten Stimmen. Beide werden an der Spitze vom Wahlvorschlag doppelt aufgeführt. Maria Wolf und Stefan Bosch (43) sowie Anna Heimgreiter und Heinz Hirz (39) erhielten die gleiche Stimmanzahl. Wahlleiter Bauer wollte durch Losentscheid die Plätze vergeben, doch die männlichen Bewerber ließen jeweils freiwillig den Frauen den Vortritt. Bauer war zufrieden und ist mit Blick auf die Liste zuversichtlich: „Eine gute Mischung aus alten und jungen Kandidaten. Alle mit besonderen Fähigkeiten auf verschiedenen Gebieten. Wir sind wirklich gut aufgestellt.“ (dh)

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