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Kräuterpädagogin Maria Walser beim kochen der Kräutersuppe zum Gründonnerstag

Zum Gründonnerstag

Kräutersuppe: Gesundheit zum Löffeln

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Den Brauch, am Gründonnerstag eine Suppe aus neun Kräutern zu kochen, kennen heute nur noch die wenigsten. Schade, findet Kräuterpädagogin Maria Walser. Schließlich soll so eine Suppe eine vitalisierende und fast schon heilsame Wirkung haben.

Fischbach– Es riecht nach Bärlauch und Knoblauchsrauke, nach Giersch und sechs anderen Kräutern, die außer Experten wie Maria Walser kaum jemand kennt. Die 61-Jährige steht in ihrem „Kräuterstüberl“ und schneidet die Zutaten klein. Auf dem Herd brodelt ein Sud aus Rapsöl, Zwiebeln und Kartoffeln. Als die Kartoffeln weich sind, schüttet die 61-Jährige die Kräuter in den Topf – und verwandelt dessen Inhalt in eine Vitaminbombe. Wer so eine Fastensuppe isst, hieß es früher, bleibt das ganze Jahr über gesund.

So weit würde die Bäuerin des Glaswinkler Hofs in Fischbach nicht gehen. Aber sehr wohltuend sei so eine Kräutersuppe schon. „Alle Frühlingskräuter zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Vitamin C aus“, erklärt die Kräuterpädagogin. Gewächse wie Brennnesseln wirkten zudem reinigend und vitalisierend. Und genau das soll so eine Kräutersuppe am Ende der Fastenzeit bewirken.

Die neun Kräuter im Überblick : (ab oben Mitte im Uhrzeigersinn: Spitzwegerich, Löwenzahn, Labkraut, Bärlauch, Knoblauchsrauke, Pimpernelle, Giersch, Scharbockskraut und Brennnesseln. 

Traditionell gehören neun Kräuter in eine Suppe zum Gründonnerstag. Warum das so ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Laut Walser geht eine Erklärung auf die Kelten und deren Formel von „drei mal drei Pflanzen“ zurück. Damals galt drei als magische Zahl, stand für Schönheit, Wohlbefinden und Reichtum. In der Katholischen Kirche könnte die Zahl etwas mit der Dreifaltigkeit zu tun haben. „Der herbe, leicht bittere Geschmack der Kräuter soll aber auch an das Leiden von Jesus Christus erinnern“, weiß Walser.

Die Bäuerin selbst kocht die Suppe nicht nur kurz vor Ostern, sondern das ganze Jahr über immer mal wieder. Auch mit den Teilnehmern ihrer Kräuterwanderungen bereitet sie gerne dieses Rezept zu. „Die Suppe geht schnell und schmeckt selbst Kindern, wenn sie geholfen haben“, sagt Walser. Um den Geschmack zu verfeinern, gibt sie einen Schuss Sahne oder Sauerrahm mit in die Suppe. An Gründonnerstag verzichtet sie aber darauf. „Es soll ja schließlich eine Fastensuppe sein.“

Die Kräuter sammelt die frühere Gemeinderätin von Wackersberg in der freien Natur. Wem dafür das nötige Fachwissen fehle, der könne sich natürlich auch mit gekauften Kräutern wie Petersilie oder Kerbel behelfen. Im Supermarkt neun Sorten zu finden, könnte aber eine Herausforderung sein. Aber auch, wer nicht auf die magische Formel „drei mal drei“ komme: Gesund sei so eine Suppe allemal.

Das Rezept

Zutaten:

1 Zwiebel

3 mittelgroße Kartoffeln

Rapsöl

1 Liter Gemüsebrühe

2 Hände voll Kräuter

Salz nach Belieben

Zubereitung:

1. Die Zwiebel fein würfeln und zusammen mit den klein geschnittenen Kartoffeln in etwas Rapsöl anschwitzen. Mit zirka einem Liter Gemüsebrühe ablöschen und etwa 15 Minuten kochen lassen.

2. In der Zwischenzeit die Kräuter waschen und klein schneiden. Wenn die Kartoffeln weich sind, die Kräuter dazugeben. Wichtig: Nicht länger als fünf Minuten kochen lassen, damit die Vitamine nicht verloren gehen.


3. Die Suppe pürieren und nach Belieben mit Kräutersalz und Sahne abschmecken.

Tippvon Maria Walser: Wer die Suppe sämiger mag, verwendet einfach mehr Kartoffeln.

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