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Die Längentalstraße ist ein Dauer-Diskussionsthema im Wackersberger Gemeinderat.

Wackersberger Gemeinderat

Längenstalstraße: Wieder Diskussionen um den Lärm

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Wieder einmal ging es in der jüngsten Sitzung des Wackersberger Gemeinderats um die Längentalstraße – es ging um die dritte Änderung des Flächennutzungsplans (FNP). Denn parallel zum Bebauungsplan muss auch der FNP geändert werden.

Wackersberg– „Es gab 24 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und Bürgern“, sagte Bürgermeister Alois Bauer. Unter anderem vom Natur- und Immissionsschutz, der Regierung von Oberbayern und der Handwerkskammer. Darin ging es unter anderem darum, dass ein Umweltbericht und der Klimaschutz ergänzt werden müssen und um die Anbindung ans Verkehrsnetz. Bei den meisten Punkten, über die einzeln abgestimmt wurde, war lediglich Josef Kaltenhauser dagegen, der die Abwägung gerne noch einmal verschoben hätte.

„Der Planer soll den Entschluss jetzt einarbeiten“, sagte Bauer. Dann werde der FNP erneut ausgelegt. „Es werden wieder alle Gelegenheit haben, Stellung zu nehmen.“

Im nächsten Punkt ging es dann um den Bebauungsplan (BP) und die Stellungnahmen dazu. „Diese werden nur beachtet, wenn sie neu sind“, erklärte Bauer. „Es kommen oft dreimal die selben Anmerkungen.“ Die könnten dann nicht behandelt werden, wenn sie bereits abgewägt worden sind. Auch hier hatte sich der Immissionsschutz am Landratsamt zu Wort gemeldet. „Ich unterstütze das in keinster Weise“, sagte Kaltenhauser. „Das Landratsamt rät dringend, das noch einmal zu überdenken.“ Er äußerte die Sorge, dass es Probleme geben könnte, da die Wohnbebauung direkt neben dem bereits bestehenden Gewerbe angesiedelt werden soll. „Mein Vorschlag wäre, auf der freiverkäuflichen Fläche ein Mischgebiet zu machen. Es kann nicht sein, dass Einheimische, die dort seit langem ihr Gewerbe haben, in ein paar Jahren einen Nachteil haben.“ Es sei alles abgewogen worden, versuchte Bauer zu beschwichtigen und bekam Unterstützung von Josef Demmel: „Was kann man mehr machen, als ein amtliches Gutachten?“ Einen konfliktfreien Bauplatz gebe es nicht mehr, sagte Bauer.

Die Stellungnahmen wurden schließlich durchgewunken – bei einigen war Kaltenhauser dagegen. Er solidarisierte sich mit den Anwohnern. Auch hier werden nun die Änderungen eingearbeitet, und der Plan wird erneut ausgelegt. Gegen den Abwägungsbeschluss stimmte neben Kaltenhauser schließlich auch Martin März. Er hatte sich ebenfalls kritisch geäußert und als Beispiel für problematische Immissionen den benachbarten „Arzbacher Hof“ angesprochen. 

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