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Kein Durchkommen: Eine Absperrung aus Holz, Steinen und Flatterband soll Parker fernhalten. 

Schlechte Nachrichten für Wanderer mit dem Ziel Kirchsteinhütte oder Seibold-Alm

Längentalparkplatz verbarrikadiert

  • Silke Scheder
    vonSilke Scheder
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Der hintere Längentalparkplatz ist bis auf Weiteres gesperrt. Es geht um Haftungsfragen. Und eine Pacht, die laut der Eigentümer seit 30 Jahren nicht erhöht worden ist.

Arzbach/Lenggries – Stämme und Äste, garniert mit Flat-terband, blockieren aktuell den hinteren Parkplatz im Längental. Daran wird sich auch so schnell nichts ändern: Die Eigentümer haben den Pachtvertrag mit der Gemeinde Wackersberg gekündigt. Das bestätigt Bürgermeister Jan Göhzold (FW) auf Nachfrage. „Es ist noch keine Lösung in Sicht.“

Über die Hintergründe hält sich der Bürgermeister aus Datenschutzgründen bedeckt. Er verweist lediglich darauf, dass sich der Parkplatz auf Lenggrieser Flur befinde. Das gelte auch für die Zufahrt. Diese sei zudem „mehr oder weniger ein Privatweg“ – und damit haftungsrechtlich „nicht ohne“.

Die Haftungsfrage ist es auch, die die Eigentümer des Parkplatzes umtreibt. Namentlich wollen sie nicht genannt werden – schon jetzt gebe es viele Lästereien, weil sie mit der Gemeinde über die Höhe der Pacht hatten verhandeln wollen. Die lag bisher nach Angaben der Eigentümer bei jährlich 250 Euro – und das seit 30 Jahren. Von Seiten der Gemeinde aber habe es kein Interesse an Verhandlungen gegeben, weil der Parkplatz im Längental nicht in ihren Zuständigkeitsbereich falle. „Das tut uns vor allem für die Kirchsteinhütte und die Seibold-Alm leid“, sagt die Eigentümerin. Die seien von der Parkmöglichkeit für ihre Gäste ein Stück weit abhängig.

Angst vor eventuellen Schadensersatzforderungen

Die Stellfläche selbst für die Öffentlichkeit zu öffnen, das kommt für die Eigentümer nicht in Frage. Zu groß ist die Angst vor eventuellen Schadensersatzforderungen, wenn im Sommer ein Mountainbiker auf ihrem Grund und Boden stürzt oder im Winter jemand ausrutscht und Schmerzensgeld verlangt. Die Eigentümer suchen eine Lösung und betonen: „An der Pacht soll es nicht scheitern.“ Findet sich kein Ausweg, soll der Parkplatz wieder zum Wald werden.

Um haftungsrechtlich nicht belangt werden zu können, haben die Eigentümer ihr Grundstück mit Stämmen und Ästen abgesperrt. Anders wussten sie sich nicht zu helfen: Das Absperrband, erzählt die Eigentümerin, hätten die Autofahrer einfach zerrissen.

Parkmöglichkeiten nur am  vorderen Längentalparkplatz

Aktuell können Wanderer damit offiziell nur auf dem vorderen Längentalparkplatz ihre Fahrzeuge abstellen. Wackersbergs Bürgermeister Jan Göhzold findet es schade, dass die zweite Stellfläche nun weggefallen sei. „Jeder Parkplatz, den wir haben, ist viel wert“, sagt Göhzold mit Blick auf Autos, die andernfalls am Wegesrand abgestellt werden würden. Die Gemeinde wolle künftig in irgendeiner Art und Weise wieder mehr Parkplätze zur Verfügung stellen. „Noch ist aber nichts spruchreif.“

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