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Knackpunkt Zufahrt : Für das Neubaugebiet wird die Längentalstraße erweitert. Trotzdem stößt das Projekt bei Anwohnern weiter auf Widerstand. 

Bebauungsplan genehmigt

Längentalstraße: Nicht alle Häuser sind für Einheimische

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Steht der Punkt Längentalstraße auf der Tagesordnung des Wackersberger Gemeinderats, sind lange Diskussionen programmiert. So war es immer, seit Bürgermeister Alois Bauer im Januar 2016 verkündet hatte, dass die Gemeinde das 14.000 Quadratmeter große Grundstück in Arzbach erworben hatte. So war es auch wieder am Dienstagabend.

Wackersberg – Es ging um die vierte Überarbeitung des Bebauungsplans. Es seien lediglich „redaktionelle Sachen“ eingearbeitet worden, sagte Bauer, nichts wirklich Erwähnenswertes. Um den des Öfteren diskutierten Lärmschutz zu gewährleisten, wurde ein Passus eingesetzt: Bei der im Süden angrenzenden Nutzung können Lärm- und Geruchsimmissionen auftreten. Dort schließen „Arzbacher Hof“, Schwimmbad und eine Weide mit Alpakas an. Für den eigenen Schallschutz mittels einer Wand (Länge: 56 Meter) sind die künftigen Bauherren selbst verantwortlich. Das Landratsamt habe zudem in seiner Empfehlung geschrieben, die Gemeinde solle eine weitere Schalluntersuchung bezüglich des Schwimmbades in Betracht ziehen.

„Ich denke, es ist angebracht, dass wir diesen Punkt noch einmal genauer durchgehen“, sagte Josef Kaltenhauser. Gerade für die sechs Gebäude, die am Hang vorgesehen sind, müsse ein Gutachten unbedingt erstellt werden. „Wir sind jetzt in der vierten Runde, wir tun doch schon eine ganze Zeitlang hin“, sagt Bauer. Man habe ein Schallschutzgutachten für die Erweiterung des „Arzbacher Hofs“ erstellt, gemerkt, dass die Immissionen zu hoch sind. Daher wurden die Gebäude gedreht und eine Schallschutzwand im Plan verankert. „Wir haben das alle akzeptiert, um das Gebäude zu schützen.“ Wenn nun ein Gutachten für das Schwimmbad erstellt werde, könnte es Einschränkungen geben – für das Bad. „Im schlimmsten Fall wäre sogar der Bestand gefährdet.“ Das stellte Kaltenhauser in Frage. Das Schwimmbad sei ja schon immer da gewesen. Die geplante Wohnbebauung allerdings sei im Außenbereich. Frustriert entgegnete Bauer: „Wir haben doch schon alles abgewogen. Aber in jeder Runde findet jemand anderes etwas. Das ist schon interessant.“

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Man könne doch nicht ignorieren, was das Landratsamt schreibe, entgegnete Kaltenhauser. „Es könnte das Ergebnis rauskommen, dass das Schwimmbad ab 20 Uhr nicht betrieben werden darf“, sagte Bauer. „Wir sind dann schön außen vor, aber dem Schwimmbad erweisen wir einen Bärendienst.“ Warum es jetzt erst aufkomme, dass das angrenzende Schwimmbad zum Problem werden könne? „Wir kommen doch so nicht weiter.“

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Ein Schallschutzgutachten würde alles weiter verzögern. „Werte könnten ja erst nächstes Jahr ermittelt werden“, sagte Martin März. Schon fast verzweifelnd meinte Bauer: „Mit der Billigung wäre heute der Bebauungsplan durch gewesen. So müssen wir halt noch einmal alles durchgehen.“ Da sich aber nur sechs von 13 Räten für ein weiteres Schallschutzgutachten aussprachen, konnte die Abstimmung über den Bebauungsplan doch noch über die Bühne gehen. Vier Räte lehnten ihn ab, fünf Gegenstimmen gab es dann beim Satzungsbeschluss. Damit ist der Bebauungsplan genehmigt.

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Trotzdem wurde noch ein weiteres Mal über die Längentalstraße diskutiert an dem Abend. Denn noch etwas stieß Ratsmitglied Kaltenhauser sauer auf: „Die sechs freiverkäuflichen Grundstücke werden vermutlich nicht an Einheimische gehen. Somit bleibt nicht viel für unsere Bürger übrig.“ Ja, gab Bauer zu, 70 Prozent des Nettobaulands stehe der Gemeinde zur Verfügung. Im Mischgebiet – ein Teil des Neubaugebiets ist als solches angelegt – Flächen ausschließlich an Einheimische zu vergeben, sei nicht möglich, weil das als Wettbewerbsverzerrung angesehen werden könne. „Wir müssen das ausschreiben. Wir können Kriterien festlegen, aber diese Flächen fallen nicht unter das Einheimischenmodell.“ Kaltenhauser: „Und genau das wissen viele nicht.“

Aber man wolle ja ohnehin alles entzerrt angehen, sagte Bauer. Zunächst sollen nur sieben Parzellen ausgegeben werden – ein entsprechender Fragebogen für das Einheimischen-Modell wurde ebenfalls abgesegnet. Dann werde man sehen, wie groß der Bedarf wirklich ist.

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