Luftaufnahme Blomberg mit Gleitschirm in Baum
+
Der Schirm der jungen Pilotin hatte sich in einem Baum verfangen.

Tölzer und Lenggrieser Helfer rücken aus

Bergwachteinsätze: Abgestürzte Gleitschirmpilotin und vier erschöpfte Radler ohne Licht

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
    schließen

Die Bergwachten Bad Tölz und Lenggries mussten am Wochenende ausrücken. Die Tölzer retteten eine schwer verletzte Gleitschirmpilotin, die Lenggrieser vier erschöpfte Biker.

Wackersberg/Lenggries - Eine abgestürzte Gleitschirmpilotin rettete die Tölzer Bergwacht am Samstagabend. Die 17-Jährige war am Blomberg in einem Baum hängen geblieben. Beim folgenden Sturz verletzte sie sich schwer. Es war am Samstag gegen 17.15 Uhr, als die Integrierte Leitstelle Oberland die Tölzer Bergwacht und den diensthabenden Einsatzleiter Isarwinkel alarmierte. Ein Gleitschirmflieger hatte seine Freundin aus Barmstadt, die nach ihm gestartet war, stürzen sehen. Sofort nach seiner Landung im Tal wählte er den Notruf lotste die Bergwacht zur Absturzstelle. Diese befand sich zirka 60 Meter unterhalb des Nordstartplatzes in sehr unwegsamem Gelände.

17-Jährige bleibt beim Starten im Baum hängen

Die 17-Jährige war laut Bergwacht beim Starten mit dem Schirm an einem Baum hängen geblieben und dann zu Boden gestürzt. Die Patientin klagte über starke Schmerzen in der Halswirbelsäule und im Rücken. Nachdem sie mit Wärme-Packungen und Beckenschlinge versorgt war, lagerten sie die Retter im stützenden Bergesack.

Andere Helfer bauten währenddessen von oben eine Seilsicherung auf. Mit dieser zog die Mannschaft die Verletzte in der Gebirgstrage schließlich den steilen Hang hinauf. Im Bergrettungsfahrzeug wurde die Pilotin, begleitet von der Bergwachtnotärztin, ins Krankenhaus transportiert. Nach knapp drei Stunden war der Einsatz für die Retter beendet. Am Folgetag barg eine Mannschaft noch den zurückgelassenen Gleitschirm.

Vier Biker saßen auf der Luitpolder Alm fest - ohne Licht

Die Bergwachtbereitschaft Lenggries hatte bereits am vergangenen Freitag einen nächtlichen Einsatz zu bewältigen. Der Alarm erfolgte um 19.14 Uhr und lautete folgendermaßen: „Vier Mountainbiker sitzen an der Luitpolder Alm in der Jachenau fest. Sie finden nicht mehr zurück und haben keine Lampen dabei, um sich den Weg ins Tal hinunter auszuleuchten.“ Der Wochenendausflug der beiden Frauen aus München und deren Lebensgefährten endete schließlich in einer Rettungsaktion.

Radler hatten sich bei der Planung der Tour überschätzt

Geplant war der Beginn der Tour in Vorderriß. Dann sollte es über den Walchensee, die Luitpolder Alm und wieder zurück nach Vorderriß gehen, und zwar über den Galgenwurfsattel. Die vier Bergsportler hatten sich laut Bergwacht bei ihren Planungen aber überschätzt: Sie wurden von der frühen Dunkelheit und dem kalten Wetter überrascht. Also rückten vier Rettungskräfte der Bergwacht Lenggries mit zwei Fahrzeugen aus, um die vier unterkühlten Mountainbiker und deren Sportgeräte ins Tal zu transportieren.

Weitere Nachrichten aus Lenggries und Umgebung lesen Sie hier.

Auf eisglatter Straße: Fahranfänger verliert Kontrolle über Wagen - Auto überschlägt sich - zwei Schwerverletzte

Lange Haftstrafen für Lenggrieser Casino-Räuber: Landgericht spricht Urteile

Auch interessant

Kommentare