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Um solche Szenen - wie vom Hochwasser 2005 -zu verhindern, wurde der Arzbach in den vergangenen Jahren sukzessive gebändigt.

Hochwasserschutz 

Letzte Maßnahmen am Arzbach

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Nach jahrelangen Arbeiten am Arzbach sollen in diesem Jahr die vorerst letzten Maßnahmen zum Hochwasserschutz angegangen werden. Auch in Lenggries und Bad Tölz wird heuer an Gewässern gebaut.

Arzbach/Lenggries – Es ist „das letzte große Vorhaben in Sachen Arzbach“, sagt Peter Gröbl. Er ist beim Wasserwirtschaftsamt zuständig für den Landkreis. In diesem Jahr werden von den Tennisplätzen bis zur Staatsstraße kleine Geländeanhebungen in Form von Mauern oder Deichen vorgenommen. Außerdem hat sich oberhalb des Wildholzrechens eine Rampe aufgelöst, die als Stütze für die Sohlschwellen diente. „Dort sollen zwei Betonsperren reinkommen“, sagt Gröbl. Die Arbeiten sollen heuer beginnen. Abgeschlossen werden sie wohl erst im kommenden Jahr.

Flutmulde im Zuge der neuen Staatsstraßenbrücke; Wildholzrechen, um das Geschiebe aufzufangen; Entschärfung einer engen Kurve, um das Schussgerinne zu verlängern: Gröbl zählt nur einige der Maßnahmen auf, die in den vergangenen Jahren nach den Hochwasser-Ereignissen von 1990 und 1999 durchgeführt wurden. Dazu kamen eine neun Meter hohe Murfangsperre im Oberlauf und natürlich laufende Unterhaltungsmaßnahmen.

„Wir haben alles gemacht, was einen Schutz bis zum hundertjährlichen Hochwasser bietet“, sagt Gröbl. Absoluten Schutz könne es allerdings nie geben.

Nicht nur in Arzbach wird an Gewässern gebaut. Auch der Steinbach bei der Lenggrieser Kläranlage wird derzeit die Durchgängigkeit erhöht, sagt Gröbl. „Auch bei Seitengewässern soll dafür gesorgt werden, dass Fische gut wandern können“, erklärt der Experte. An drei Absturzbauwerken werden flache Rampen eingebaut, so dass die Tiere auch bei Niedrigwasser in Richtung Isar wandern können. Im Juli soll diese Maßnahme, die zu den Unterhaltungsarbeiten gehört, beginnen.

In Bad Tölz werden an der Bockschützstraße auf Höhe von Reifen Pascher „mobile Verschlüsse“ fertiggestellt, sagt Gröbl. Diese dichten Metallplatten können im Hochwasserfall eingesetzt werden, so dass das Wasser der Isar nicht ausufert. An Toren und Eingängen werden somit die Häuser geschützt. Auf der gegenüberliegenden Seite, in der Kohlstatt, bestehen diese Bauwerke bereits.

In Jachenau-Leger wird die Sohlrampe unterhalb der neuen Jachen-Brücke durch die Flussmeisterstelle Lenggries saniert. Die Maßnahmen an der Großen Gaißach und am Dorfbach Lenggries befinden sich derzeit in der Entwurfsphase. „Heuer wird dort nicht mehr gebaut werden“, sagt Peter Gröbl.

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