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Eingerüstet: An der Wackersberger Pfarrkirche St. Nikolaus hat die Fassadensanierung begonnen.

Pfarrkirche Wackersberg 

Maler steigen St. Nikolaus aufs Dach

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Wackersberg – Die Wackersberger Pfarrkirche ist eine Großbaustelle. Vor Kurzem hat die Sanierung der Westfassade und des Turms von St. Nikolaus begonnen. Die Pfarrgemeinde hofft, dass die Gerüste im September wieder abgebaut werden können.

Die ersten Arbeiten passen in diese Sommerzeit: Nachdem die Gerüste aufgebaut waren, hat es erst kräftig gestaubt und dann ging es sogar „nass ein“. Eine Spezialfirma hat damit begonnen, im Sandstrahlverfahren die alte Putzschicht an der Westseite des Gotteshauses abzulösen. „Da hat es zum Leidwesen der Nachbarn manchmal gestaubt“, sagt Kirchenpfleger Klaus Lindner. Dass darüber niemand begeistert ist, kann er gut verstehen. Die Arbeiten seien aber notwendig, um den schadhaften Putz abzutragen.

Zum Teil hat die Firma beim Abstrahlen noch ein Sand-Wasser-Gemisch verwendet. Dabei sei etwas Wasser in das sogenannte Vorzeichen, den Kirchen-Vorbau, eingedrungen. Das Innere blieb jedoch ohne Schaden.

Lindner und die Kirchenverwaltungsmitglieder sind froh über den Beginn der seit Langem angestrebten Bauarbeiten. Im Frühjahr stand noch eine Beprobung an einer Teilfläche der Westfassade an. Hierbei wurde auf Anraten des Erzbischöflichen Baureferats untersucht, wie die Fassade zu behandeln ist. Die erst 2001 aufgetragene Putzschicht an der dem Wetter ausgesetzten Westseite hatte sich als offenbar zu weich herausgestellt. Deshalb war die früher durch Holzschindeln geschützte Außenwand verhältnismäßig schnell unansehnlich geworden, so Lindner. Ein erneuter Verschlag mit Schindeln sei diskutiert worden, aber die Idee einhellig verworfen worden. „Die Kirche schaut ja dann aus wie ein Holzschuppen“, sagt Lindner.

Bei der Voruntersuchung und Beprobung der Fassaden hat sich zudem herausgestellt, dass ein Teil der Schäden von einem Hagelschlag verursacht wurde. „Das haben der zuständige Bauberater Peter Franz und Architekt Hermann Thurner festgestellt“, berichtet Lindner. Das komme der Pfarrei zugute, denn so werde ein Teil der Reparaturkosten von der zuständigen Versicherung getragen. Sie wird 58 000 Euro übernehmen. Die Gesamtkosten der Fassadenerneuerung und der Malerarbeiten am Kirchenturm einschließlich der Renovierung der Giebelkreuze belaufen sich auf insgesamt 187 000 Euro.

70 Prozent der Summe zahlt die Erzdiözese München-Freising, 30 Prozent muss die Pfarrei selbst stemmen. Die Hälfte dieser sogenannten Eigenmittel wiederum steuert die politische Gemeinde bei. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Pfarrer Leo Sobik. Er würde sich zudem wünschen, wenn sich auch bei der seit Langem geforderten Innenrenovierung von St. Nikolaus etwas tun würde. „Wir sind nach wie auf der Warteliste – mal weiter vorne, mal weiter hinten.“ Ein Baubeginn-Termin sei derzeit nicht abzusehen.

Kirchenpfleger Lindner hofft derweil, dass die sommerlichen Gewitterstürme nicht allzu heftig ausfallen, „sonst fliegen uns die Abdeckplanen des Baugerüsts um die Ohren“.

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