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48 Mini-Moke-Fahrer waren am Wochenende nach Schlegldorf gekommen. Einer reiste bis aus England an.

Mini-Moke-Treffen: Große Leidenschaft für kleine Flitzer

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Ein besonderes Hobby verband diejenigen, die am vergangenen Wochenende in Arzbach zusammenkamen: Sie begeistern sich für so genannte Mini-Mokes - Miniatur-Jeeps.

Schlegldorf Benzin statt Blut scheint in den Adern des Schlegldorfer Landschaftsgärtners Fred Fuchs zu fließen. Dabei gilt seine ganze Liebe den englischen Original Minis oder auch dem Mini-Ableger Moke, ein Miniatur-Jeep. „Ich bin ein leidenschaftlicher Mini-Fahrer“, bekannte Fuchs, der am Samstag zum großen „Moke-Treffen“ auf sein Betriebsgelände eingeladen hatte. „Und meinen Moke fahre ich bereits seit über 30 Jahren.“

Insgesamt 48 Mini Mokes mit Fahrern aus sechs Nationen waren in den Isarwinkel gekommen, einer sogar aus England. „Das ist in Europa das größte Moke-Treffen bislang“, sagte Fuchs strahlend. Er richtet auch alljährlich das Mini-Treffen für den Münchner Club aus. Um die vielen putzigen Mokes zusammen zu bekommen, bedeutete zwar im Vorfeld viel Arbeit. „Aber heute sind alle zufrieden, das Wetter passt und auch viele Schaulustige sind da. Was braucht’s mehr?“

Trockenes Wetter ist für den Moke-Fahrer schon angenehm, ist der Wagen doch komplett offen, selbst Seitenscheiben hat er keine. Schnell fahren ist mit dem Moke nicht unbedingt ein Thema, sorgt doch in seiner Urform ein „Motörchen“ mit 848 Kubikzentimeter Hubraum bei 38 PS Leistung für den Vortrieb. Da konnten die Teilnehmer bei der Ausfahrt auf dem Weg von Schlegldorf über Wackersberg, Königsdorf nach Iffeldorf und dann über den Kesselberg hinauf zum Walchensee die schöne oberbayerische Voralpenlandschaft so richtig genießen. „Da haben einige das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht gebracht“, freute sich Fuchs.

Sein eigener jagdgrüner Moke hat allerdings schon ein paar mehr Pferdchen unter der Haube. „Der ist ein wenig aufgemotzt und geht ab wie eine Rakete“, sagte der Gärtner verschmitzt. Überhaupt: Rennen fahren, natürlich nur mit dem Mini, ist seine Leidenschaft. „Ich bin schon alles gefahren. Bergrennen, Rundstrecke, Straße und auch Rallyes. Ich habe sogar eine internationale Rennfahrer-Lizenz und darf außer Formel eins alles mitfahren.“ Beim Moke liebt er vor allem, dass der kleine Lastesel so klar durchdacht und einfach aufgebaut ist: „Lediglich mit einem 13er-Schlüssel kann ich den Motor komplett zerlegen.“ Auch die anderen Teilnehmer des Treffens lieben ihr kleines Gefährt, freuten sich, viele Bekannte zu treffen und konnten vor allem stundenlang fachsimpeln und Erfahrungen austauschen. Das sei auch der Hauptzweck des Clubs und der Treffen erklärte Peter Stellwag, der Präsident des Münchner Mini-Klassiker-Clubs: „Letztlich geht’s da ums Netzwerken. Wir möchten möglichst vielen helfen, ihr Fahrzeug auf die Straße zu bringen.“ Für Fred Fuchs haben seine Minis auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun: „Ein heutiges Auto hat doch nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa sieben Jahren.“

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