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Einen Hangrutsch gab‘s am Lehenbauernalm-Weg.

Ein Berg in Bewegung

Nach Hangrutsch: Lehenbauernalm-Weg gesperrt

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Die Gemeinde Wackersberg beobachtet derzeit den Lehenbauernalmweg sehr genau. Denn dort hat es einen Hangrutsch gegeben.

Wackersberg – Wenn man es nicht weiß, bemerkt man es kaum. Wer genau hinsieht, entdeckt ein paar Risse im Weg. Denn: Der Hang bewegt sich. Den Forstweg hat er schon um einen halben Meter verschoben. „Wir wissen nicht, was da genau passiert“, sagt Wackersbergs Bürgermeister Alois Bauer. Aber als Vorsichtsmaßnahme wurde der Weg zur Lehenbauernalm zunächst gesperrt.

Die betroffene Alm befindet sich am Fuße des Zwiesel. In diesem Gebiet ist die Erde immer wieder in Bewegung. Daher wurde beschlossen, dass die alte Lehenbauern-alm-Hütte abgerissen und an neuer, stabiler Stelle wieder errichtet wird. „Immer wieder gab es dort großräumige Rutschungen“, sagt Bauer.

Was derzeit nun neben dem Weg zur Alm an einer relativ flachen Stelle zu sehen ist, ist auf einer Breite von 70 bis 80 Metern und einer Länge von 700 Metern ein Riss, der etwa 10 bis 20 Zentimeter breit ist. Der Schnee wirkt wie von einem Pflug aufgeschoben. Die Bäume hängen etwas schräg nach hinten. „Aber das bemerkt nur der, der weiß, dass diese sonst immer kerzengerade dagestanden sind“, sagt der Bürgermeister. Es handelt sich hierbei um einen 100 bis 150 Jahre alten Baumbestand. „Die wackeln jetzt, wie wenn sie betrunken wären.“ Da bei stärkerem Wind die Gefahr besteht, dass die Bäume umfallen, wurde beschlossen, sie zu fällen. „So soll der Boden beruhigt werden. Denn die Schutzfunktion der Bäume ist nicht mehr gegeben.“

Betroffen von der Wegsperrung sind vor allem die Waldbauern. „Für die Schlepper wäre es kein so großes Problem, die Stelle zu überqueren, aber für normale Autos schon“, sagt der Rathauschef. Ist der Schnee einmal weg, sind an dieser Stelle aber neben den Bauern normalerweise wieder Fußgänger und Radfahrer unterwegs. „Dann ist die Beeinträchtigung durch die Sperrung größer.“

Wie es weitergeht, das weiß keiner. „Es kann sein, dass durch die Schneeschmelze mehr Wasser in den Boden eindringt, dadurch Druck entsteht und der Hang weiter rutscht. Es ist aber auch möglich, dass sich wieder ein Gleichgewicht einstellt“, sagt Bauer. Zunächst wurde vom Revierförster angeregt, dass ein Geologe kommen soll, der die Stelle vermisst und die Situation beurteilt. Bauer: „Wir müssen abwarten, ob und wie sich das Ganze weiterbewegt.“ Derzeit sind es etwas zehn Zentimeter im Monat. „Das ist keine Lawine, das ist minimal.“

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