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Freut sich auf die Wiedereröffnung: Hannes Zintel, Chef der Blombergbahn. Die Vorgaben des Hygienekonzept des Seilbahn-Verbands hat er längst umgesetzt – beispielsweise durch das Aufbringen von Markierungen, die für den nötigen Abstand beim Anstellen sorgen sollen. 

Corona-Unterbrechung endet

Nach langer Pause: Bergbahnen im Landkreis starten am 30. Mai

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
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Endlich gibt es eine Perspektive für die Bergbahnen: Pünktlich zum Beginn der Pfingstferien startet der Betrieb wieder.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Endlich Grund zum Freuen hat Hannes Zintel, Chef der Blombergbahn. Nach der langen Corona-Zwangspause steht nun fest, dass die Bergbahnen – auch die am Brauneck und am Herzogstand – ab 30. Mai wieder fahren dürfen. „Natürlich freue ich mich tierisch“, sagt Zintel. Ein wenig Bitterkeit über die späte Wiedereröffnung schwingt aber auch mit. Denn so ganz kann es Zintel nicht nachvollziehen, warum sein offener Doppelsessellift genauso eingeschätzt wird wie eine 100 Mann fassende Kabinenbahn. „Ich hätte mir schon gewünscht, dass man das differenzierter betrachtet.“ Bereits am Wochenende waren am Blomberg die Rodelbahnen in Betrieb (wir berichteten). Von den Besuchern habe es positive Rückmeldungen gegeben, so Zintel. „Viele haben uns Mut zugesprochen.“

Wiedereröffnung wird auch am Brauneck entgegengefiebert

Dass es endlich eine Perspektive für die Bahnen gibt, begrüßt auch Peter Lorenz. „Auch wenn wir uns gewünscht hätten, den Betrieb zusammen mit unseren Hütten bereits am 18. Mai wieder aufnehmen zu können, sind wir doch froh, dass wir jetzt endlich einen verbindlichen Termin haben, zu dem wir unsere Gäste wieder befördern dürfen“, sagt der Geschäftsführer der Brauneckbahn. Das Schutz- und Hygienekonzept des Seilbahnverbands lasse sich gut umsetzen. „Es funktioniert aber natürlich nur, wenn uns unsere Gäste unterstützen und sich an die Maßnahmen halten.“

Florian Streibl, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Landtag, ist ebenfalls froh, dass die Bergbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Dafür habe sich seine Fraktion durch „zähe Verhandlungen“ mit dem Koalitionspartner stark gemacht. Die Bahnen würden helfen, die Touristenströme zu lenken, sagt Streibl – auch mit Blick auf den Ansturm vom vergangenen Wochenende. Ohne Bahnen würden Ausflügler auf die Berge strömen, „so dass man Autobahnen hinauf benötigen würde. Die Eröffnung der Beförderungsanlagen sollen die Forst- und Wanderwege entlasten.“  va

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