Neues Leben im Treibhaus: Michael Emde ist mit seiner Firma „Omnikon“ an die Steinsäge gezogen.
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Neues Leben im Treibhaus: Michael Emde ist mit seiner Firma „Omnikon“ an die Steinsäge gezogen.

Lokale Unternehmen

Neue Firma „Omnikon“ zieht in traditionsreiches Wackersberger Gebäude ein

  • Melina Staar
    vonMelina Staar
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Ins „Treibhaus“ in Wackersberg ist wieder Leben eingezogen. Große Schilder zeigen an, dass dort nun „Omnikon“ zu Hause ist. Die Firma vertreibt Hausnotrufgeräte für Senioren, stellt Notruflösungen für die Industrie her und betreibt eine eigene Notrufzentrale.

Wackersberg – Die Firma „Omnikon“ vertreibt Hausnotrufgeräte für Senioren, stellt Notruflösungen für die Industrie her und betreibt eine eigene Notrufzentrale. Wie Geschäftsführer Michael Emde erzählt, gründete er „Omnikon“ vor 24 Jahren. Zuvor war er als Service-Techniker für Funkanlagen in Krankenhäusern angestellt. „Ich hab’ mir dann gedacht, das krieg’ ich alleine auch hin.“

Zunächst habe er mit seiner Firma in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Bad Tölz begonnen, schließlich folgte der Umzug in die Räumlichkeiten an der Badstraße, wo er in den darauf folgenden 14 Jahren seine Firma zum Erfolg führte. Dort allerdings waren die beiden Bereiche des Unternehmens durch einen öffentlichen Gang getrennt – „nicht gerade optimal“, so Emde. Das „Treibhaus“ bot die perfekte Möglichkeit, sich außerdem zu vergrößern.

An der „Steinsäge“, wird nun rund um die Uhr gearbeitet - Vertrieb von Notruf-Geräten und Notrufzentrale

Dort, an der „Steinsäge“, wird nun rund um die Uhr gearbeitet – neben dem Vertrieb von Notruf-Geräten ist die Notrufzentrale stets besetzt. Der Hausnotruf bietet beispielsweise Senioren die Möglichkeit, Sicherheit zu haben, wenn sie etwa alleine wohnen. So kann das Funksignal ausgelöst werden, wenn jemand umfällt und Hilfe benötigt. Es kann auch über Knopfdruck ausgelöst werden. Senioren tragen das Gerät entweder um den Hals oder am Handgelenk – es gibt aber auch stationäre Geräte. Wird der Notruf betätigt – etwa alle fünf Minuten geht einer ein –, melden sich die Mitarbeiter der Zentrale und fragen nach, ob sie helfen können. „90 von 100 Kunden, die den Notruf betätigen, brauchen keine wirkliche Hilfe“, sagt Emde. Manche kommen einfach versehentlich auf den Knopf oder wollen nur mit jemandem sprechen. „Auch dafür haben wir Verständnis“, sagt Emde. Der Mitarbeiter in der Notrufzentrale vermittelt, wenn notwendig, gezielte Hilfe: Bei Vertragsabschluss wird festgelegt, wer im Alarmfall zuerst informiert werden soll. Dies können Nachbarn oder Verwandte sein. Aber bei einem medizinischen Notfall natürlich auch der Rettungsdienst. Emde möchte in Zukunft noch verstärkt mit Pflegediensten und Wohnanlagen zusammenarbeiten.

Erweiterungen geplant

14 000 Kunden hat Omnikon deutschlandweit. 12 000 davon sind Senioren, 2000 weitere sind Industriekunden. In der Industrie kommen die Geräte dort zum Einsatz, wo Menschen alleine arbeiten und in eine Situation geraten könnten, in der sie Hilfe benötigen. Eine weitere Alternative sind Notruf-Armbandsender für Menschen, die mobil sein möchten. Wer beispielsweise in die Berge geht und dort Hilfe benötigt, kann dann über einen GPS-Sender geortet werden.

Der Umzug ins „Treibhaus“ sei von allen Seiten sehr positiv aufgenommen worden, sagt Emde. „Jeder kennt die Örtlichkeit.“ Auch die Mitarbeiter von Omnikon fühlen sich wohl in den neuen Räumen in Wackersberg. Das „Treibhaus“ hat eine lange Geschichte hinter sich. Erbaut wurde es wohl um 1900 als Hotel und Gaststätte. Etwa 1990 erhielt es den Namen „Treibhaus“ und war bei Nachtschwärmern beliebt. 2014 schloss das Lokal endgültig. Es stand leer, bis es 2017 von der Baufirma Wiegerling übernommen und komplett umgebaut wurde. Nach der Insolvenz der Firma im Vorjahr stand das Gebäude zum Verkauf – und beherbergt nun „Omnikon“.

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