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Ein Platz für die Kleinsten: Die Gemeinde Wackersberg fragt jetzt bei den Eltern ab, ob Bedarf für eine weitere Kinderkrippe besteht. 

Gemeinderat 

Neue Kinderkrippe in Arzbach ?

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Arzbach – Mehr Krippenplätze für Unter-Drei-Jährige möchte die Gemeinde Wackersberg schaffen. Einen möglichen Ort dafür gibt es schon – jetzt wird bei den Eltern aber zunächst der Bedarf abgefragt.

„Wir wurden jetzt wachgerüttelt“, sagte Bürgermeister Alois Bauer in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Heuer seien sehr viele Wackersberger Kinder in der Oberfischbacher Krippe untergebracht. Zu Beginn musste die Einrichtung großzügig mit Unter-Drei-Jährigen aus Bad Tölz „aufgefüllt“ werden, um alle zwölf Plätze zu belegen. Aber nun gehe die Entwicklung eher dahin, so Bauer, dass mehr Kinder eine Krippe bräuchten. „Es wird in Zukunft öfter Familienentwürfe geben, für die eine solche Betreuung unerlässlich ist.“ Mit den derzeit zwölf Plätzen in Oberfischbach liegt eine Deckung von gut 17 Prozent vor.

Isarbiber könnten um Krippe erweitert werden

Allerdings wurden zuletzt etwa 35 Wackersberger Babies pro Jahr geboren – der Bedarf ist also schon recht akut da. Die Idee, die Bauer in der Gemeinderatssitzung vortrug: den Kindergarten Isarbiber in Arzbach um eine Krippe mit zwölf Plätzen zu erweitern. Der Ort würde sich anbieten: „Der Platz ist da und es würde dazupassen“, sagte Bauer. „Damit lägen wir bei einer Deckung von 34 Prozent.“ Natürlich würde es auch mehr Kosten bedeuten: „Wir müssten zwei Leute mehr einstellen“, so der Rathauschef. Rat Martin Fischer meinte aber: „Es ist die Aufgabe der Gemeinde. Deshalb sollten wir den Bedarf ermitteln.“

Laut Bauer wäre es sinnvoll, möglichst bald eine Entscheidung zu treffen, da es gewisse Fördermaßnahmen gebe. Laut Geschäftsstellenleiter Jan Göhzold gibt es neben dem Förderprogramm im Rahmen des Finanzausgleichs eine zusätzliche Unterstützung: 9800 Euro fließen pro Krippenplatz an die Gemeinde. „Diese Richtlinie wurde bereits dreimal verlängert.“ Ende 2017 laufe sie aber endgültig aus. Bis dahin müsste die Krippe fertiggestellt und übergeben sein.

Spatzennest ist gutes Vorbild

Bauer schlug vor, alle Eltern von Kindern bis drei Jahren anzuschreiben. Auch wenn ein paar Räte einwandten, dass für diese die Krippe großteils zu spät komme. „Eine Tendenz können wir dadurch erkennen“, so Josef Demmel.

Jan Göhzold glaubt nicht, dass es ein Problem geben sollte, die Krippenplätze zu füllen: „Wir haben in Arzbach ja schon das Spatzennest, das vom Lenggrieser Förderverein getragen wird“, so der Geschäftsstellenleiter. Im Spatzennest werden Kinder unter drei Jahren an zwei Vormittagen die Woche ohne Eltern betreut. „Es ist ähnlich wie eine Krippe, aber ohne die ganzen Auflagen“, so Göhzold. „Alleine mit den 15 Kindern, die derzeit dorthin gehen, könnten wir eine Krippe füllen.“

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