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Ende Juli wurde beim Mehrgenerationenhaus Richtfest gefeiert.

Gemeinderat

Neues von den Wackersberger Baustellen: Manche Probleme gelöst, andere nicht

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Viele Bauprojekte in Wackersberg nehmen derzeit Gestalt an. Manche Probleme wurden beseitigt, andere gilt es offenbar noch zu bewältigen.

Wackersberg – Die Vorarbeiten für das neue Baugebiet an der Längentalstraße in Arzbach haben begonnen. Der Bereich, den der Gemeinderat Waxensteinstraße genannt hat, bekommt derzeit Glasfaseranschluss, Strom und Straßenbeleuchtung. Auch die Wasseranschlüsse sind geplant, wie Bürgermeister Alois Bauer in der Gemeinderatssitzung anhand von Plänen zeigte. Für die Hausanschlüsse müssen die Grundbesitzer selbst aufkommen.

Neues Baugebiet: Klage zurückgenommen

Zuvor hatte der Rat zur Kenntnis genommen, dass die Normenkontrollklage zurückgenommen worden war. Wie berichtet hatte ein Anlieger gegen den viel diskutierten Bebauungsplan geklagt, was zu einem vorübergehenden Baustopp geführt hatte. Wäre die Klage nicht zurückgenommen worden, hätte das die Entwicklung des Gebiets um bis drei Jahre weiter verzögern können. Im August hatten sich Gemeinde und Kläger auf eine für beide Seiten tragbare Lösung geeinigt.

Am Mittwochabend wurde in einer nichtöffentlichen Sitzung über die Vergabe der Grundstücke im Einheimischenmodell gesprochen. Die Verträge, so Bauer am Dienstag, könnten erst geschlossen werden, wenn die Gemeinde in ein bis zwei Monaten notariell Eigentümer der betreffenden Grundstücke sei.

Mit dem Mehrgenerationenhaus geht es voran

In einem anderen Bereich der Gemeinde wird keine Wohnbebauung möglich sein. Wie berichtet hätte im Ortsteil Steinsäge ein Gebiet rund um den Bauhof ausgewiesen werden sollen. Nach einem ersten Vortasten sei Wohnbebauung „kategorisch“ abgelehnt worden, so Bauer. Dort könne es nur ein „Sondergebiet Bauhof“ geben – und auch das nur „unter großen Abwägungsanstrengungen“. Für die Ablehnung zeigten nicht alle Räte Verständnis. „Wenn da nicht schon zwei Häuser stehen würden, wäre es für mich klarer“, sagte Josef Demmel. Zumal es großen Bedarf an Bauland für Einheimische gebe. „Der Außenbereich wird eben immer mehr geschützt“, versuchte Bauer eine Erklärung. Jetzt müssen die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange in den Plan eingebaut werden. Danach soll er „ortsüblich“ bekannt gemacht werden.

Gut voran geht es derweil mit dem Mehrgenerationenhaus am Burgwald. Seit einiger Zeit trifft sich regelmäßig eine Gruppe, die sich dafür interessiert, in das Haus einzuziehen. Ziel ist es, wie berichtet, dass sich schon im Vorfeld eine Gemeinschaft bildet und so der Gedanke des gegenseitigen Unterstützens aufgebaut werden kann. Nur sah der Hauptausschuss jüngst nun einen Haken, wie in der Gemeinderatssitzung besprochen wurde: Die Mischung ist noch nicht wie gewünscht. „Wir möchten gerne 30 Prozent Senioren, 30 Prozent Familien und 30 Prozent Singles“, erläuterte Bauer. Derzeit gebe allerdings nur eine Familie mit zwei Kindern, die sich am Projekt beteiligen möchte. „Für die 22 Wohneinheiten gibt es 32 Leute“, erklärte Martin März. Er sei fast schon schockiert gewesen. „Es geht derzeit eher in Richtung Altersheim.“ Grundsätzlich sei das Konzept, das vom Förderverein Mehrgenerationen-Wohnen um Gerhard Grasberger begleitet wird gut, sagte Maria Wolf. „Die treffen sich regelmäßig einmal im Monat. Es ist von Vorteil, wenn man schon vorher weiß, wer der Nachbar eigentlich ist.“ Die Leute sollten reinpassen. „Aber Kinder gehören nun mal auch dazu“, warf Josef Demmel ein.

Mehrgenerationenhaus: Gemeinde wünscht sich mehr Familien

Im nächsten Jahr soll bereits der Einzug ins Mehrgenerationenhaus stattfinden. Bis dahin wünscht sich die Gemeinde, dass sich noch mehr Familien trauen, an dem Projekt teilzunehmen. Angedacht ist, dass sich die verschiedenen Generationen je nach ihren Möglichkeiten gegenseitig unter die Arme greifen – eine ältere Person beispielsweise mal auf die Kinder aufpasst, dafür eine jüngere Person für die Senioren mit einkaufen geht.

Bauer stellte klar, dass es hier nicht um Sozialwohnungen gehe, aber dennoch eine Einkommensgliederung bei der Miete vorhanden sein soll. Wer letztlich einziehen wird, das bestimme die Gemeinde. „Die Verträge machen wir“, so Bauer. „Das ist unser Haus, wir entscheiden.“

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