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Päckchen und Pakete aus dem Post-Container: Eine derartige Notlösung könnte demnächst auch in Arzbach zum Tragen kommen.

Filiale in Arzbach 

Post aus dem Container statt vom „Begga“

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Gute Nachrichten für alle Arzbacher: Nach der Schließung der Postfiliale im September vergangenen Jahres scheint es demnächst zumindest eine Übergangslösung zu geben.

Arzbach– Als die Postfiliale in der Arzbacher „Brezen Stubn“ im Oktober 2016 geschlossen wurde, fand sich mit dem „Stoabegga“ ein Nachfolger. Nun aber hat die Backstube samt Café im September 2017 ebenfalls geschlossen. Seitdem können dort auch keine Päckchen mehr abgegeben, keine Briefe mehr frankiert werden.

Statt dem „Stoabegga“ ist nun eine physiotherapeutische Praxis eingezogen. Für diese machte eine Übernahme der Postfiliale keinen Sinn. „Leider hat sich alles zerschlagen“, sagt Bürgermeister Alois Bauer. Auch der Frisör, der sich oberhalb des „Stoabegga“ befindet, kann den Dienst nicht anbieten. „Es wurde deshalb geprüft, ob es möglich ist, dort einen Container aufzustellen“, sagt Bauer. Auf dem Gemeindegrundstück wäre das denkbar. „Es gibt dort auch einen Stromverteiler.“ Die Versorgung wäre also gesichert. Die Post müsste dann mit der Gemeinde einen Vertrag abschließen. „Weil wir bisher leider kein Geschäft gefunden haben, ist dies die einzige Lösung“, sagt Bauer. Wenngleich er betont, dass es nicht die bevorzugte ist. Zwar sei die Post verpflichtet, flächendeckend ihre Dienste anzubieten – ihren Auftrag hätte sie damit erfüllt. „Aber bei einem Container sind die Öffnungszeiten natürlich bei Weitem nicht so lang, wie sie bei einem Geschäft wären, das gleichzeitig als Postfiliale fungiert.“

Praktisch könnte es künftig so sein, dass ein Post-Mitarbeiter für einige Stunden die Woche den Container besetzt und dort Päckchen entgegen nimmt. Auch Sendungen könnten dort abgeholt werden. Auf Anfrage möchte Klaus-Dieter Nawrath, Sprecher der Post, die Pläne für einen Container zwar nicht endgültig bestätigen. Aber: „Ganz falsch ist das nicht.“ Es werde auf alle Fälle wieder eine Filiale geben. „Das ist auch gesetzlich vorgeschrieben. Wir sind da in der Pflicht. Deshalb gibt es daran keine Zweifel.“ Da aber noch nicht klar sei, „wann, wie und wo“, möchte er sich nicht ausführlicher dazu äußern.

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