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Die Blombergbahn geht am 6. November in Revision. Dabei wird eine Stütze der Seilbahn saniert.  

Rodelweg und Bahn

Ab Montag Baumaßnahmen am Blomberg

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Am Blomberg wird in den nächsten Wochen und Monaten einiges gewerkelt: Sowohl der Rodelweg als auch die Bergbahn erhalten eine Auffrischung.

Wackersberg/Bad Tölz – Sanierungsarbeiten stehen am Blomberg an. Wie berichtet muss der Winterrodelweg, der im Sommer als Wanderweg genutzt wird, ab Montag, 25. September, erneuert werden.

Genauer gesagt an den Steilstellen zwischen Mittelstation und Blomberghaus, wie Bettina Faßbender vom Liegenschaftsamt Bad Tölz berichtet. Die Stadt organisiert die Maßnahme und bezahlt auch die rund 36 000 Euro Kosten. An den steilen Stücken wurden einst Holzverbauten eingesetzt, um sie zu stützen, sagt Faßbender. „Diese sind inzwischen morsch und müssen ersetzt werden.“ Akute Gefahr bestehe derzeit zwar nicht, „aber es ist besser, wir machen das Ganze jetzt, bevor der Weg so schlecht ist, dass wir mit den Fahrzeugen nicht mehr hinkommen“.

Im Einsatz werden Bagger sein, die von unten kommend den neuen Weg schaffen. Statt der Holzstücke werden Gitter eingebracht, „ein Geosystem“, sagt Faßbender. „Eine bewährte Methode.“ Das Gitter wird dafür eingelegt, dann mit Steinen, Erde und Kies befüllt. Darüber kommt die nächste Schicht. So wird dem Weg die nötige Stabilität verliehen.

Gearbeitet wird bis Ende Oktober von Montag bis Freitag. „Bei Dunkelheit nicht, weil wir dort oben keine Beleuchtung hinbekommen“, sagt Faßbender. Schnee, Frost oder Starkregen würden die Arbeiten auch behindern. Eigentlich hätte schon in dieser Woche gestartet werden sollen, aufgrund des schlechten Wetters wurde der Starttermin verschoben. „Sollten wir während der Arbeiten mehrere Tage Starkregen haben, müssten wir abbrechen“, sagt Faßbender. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Bereich ausgeschwemmt wird.

Viel zu sehen wird von der Maßnahme übrigens nach deren Abschluss nicht sein. „Vielleicht schaut auf der Seite manchmal ein bisschen was vom Gitter raus“, sagt Faßbender. Auf dem Weg stehend ist die neue Befestigung nicht ersichtlich.

Natürlich sei es eine kleine Einschränkung für die Gäste, sagt Blombergbahn-Chef Hannes Zintel. „Aber es hilft nichts. Wir sind glücklich und dankbar, dass die Stadt das angeht und den Weg für die Zukunft sichert.“ Der Weg wurde nach Auskunft von Zintel vor über 100 Jahren gebaut. „Deshalb ist der Unterbau verrottet und muss wieder stabilisiert werden.“

Die Hälfte des Weges sei ja auch in der Zeit der Sanierung nutzbar – man kommt etwa problemlos zur Sommerrodelbahn. „Die Stadt hat sehr gute Umleitungsschilder aufgestellt, die auch für Nichtortskundige gut verständlich sind.“

Wenn der Weg Ende Oktober fertiggestellt ist, beginnen Arbeiten an der Blombergbahn. Ab 6. November geht die Bahn in Revision. „Leonhardi fällt für uns aus“, sagt Zintel lachend. Für 40 000 Euro saniert das Team der Bahn die Stütze Nummer 15. „Das ist das dritte Mal, dass wir sie sanieren müssen, seit es die Blombergbahn gibt. Sie wird nun mit einer Gletscherstütze stabilisiert“, sagt Zintel. Der Grund: „Der Berg bewegt sich etwa einen Zentimeter pro Jahr in Richtung Bad Heilbrunn“, so der Bergbahn-Chef. Nach der Maßnahme, „sollte für einige Jahre Ruhe sein“, sagt Zintel.

Außerdem wird für etwa 90 000 bis 100 000 Euro ein neuer Motor für die Bergbahn eingebaut. „Der läuft mit wesentlich modernerer Technik, ist wartungsfreier und nicht so laut.“ Gerade für den Mitarbeiter, der am Lifteinstieg tätig ist, sei die Schallbelastung schon hoch. „Da hat man 1971 noch nicht so darauf geachtet“, sagt Zintel.

Die Revision werde wieder eine sehr arbeitsintensive Zeit. Neben den genannten Maßnahmen muss sich das Team vom Blomberg auch um Beschneiung, Absperrungen und die Sicherheit – wie etwa die Prallmatten an der Rodelbahn – kümmern. An Wochenenden bleibt die Bahn auch während der Revision geöffnet. Die Wintersaison wird dann rechtzeitig zu den Weihnachtsferien am 23. Dezember wieder eröffnet.

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