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Einfach zuzubereiten: eine Petersilienwurzelsuppe.

Spitzenköchin Michaela Hager veröffentlicht zweites Kochbuch

Festtagsküche ganz ohne Stress

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Wackersberg – Ein Feiertag steht bevor, zehn Gäste sind eingeladen, natürlich soll ein Festmahl auf den Tisch. Das bedeutet für denjenigen, der zu Hause kochen muss, in erster Linie eines: Stress. Das müsse aber nicht sein, sagt Michaela Hager.

Die Wackersberger Spitzenköchin, die regelmäßig im Bayerischen Fernsehen zu sehen ist, hat gerade ein neues Kochbuch veröffentlicht. In „Festtagsküche“ gibt es viele Tipps, wie sich der Stress durch gute Vorbereitung vermeiden lässt.

Seit 24 Jahren führt Michaela Hager mit ihrem Mann Andreas die Tölzer Schießstätte am Buchberg. „Echt bayerisch kochen“ war das erste Buch, das sie 2013 veröffentlichte. „Jetzt ist wieder der Brandstätter-Verlag auf mich zugekommen und hat verschiedene Themen vorgeschlagen. Ich habe mich für Festtagsküche entschieden“, sagt die 48-Jährige. Ihr sei wichtig zu vermitteln, „dass das alles entspannt gehen kann. Man darf sich nicht verrückt machen lassen.“ Natürlich sei es bei Festtags-Einladungen wichtig, dass man zusammenkomme und gemeinsam esse. „Aber noch wichtiger ist, dass der Gastgeber nicht schon beim Eintreffen der Gäste total fertig ist.“

Michaela Hager.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf hat Hager viele ihrer Rezepte zusammengestellt. „Das aufwendigste ist die gefüllte Ente. Aber auch bei ihr kann man ganz viel am Vortag vorbereiten. Am Tag der Einladung muss man sie nur noch braten.“ Hager warnt auch davor, sich an professionellen Köchen zu orientieren, wenn es ums Anrichten der Speisen geht. „Wir sind beispielsweise drei Profiköche und richten zu dritt an.“ In einem normalen Haushalt stehe die Frau dagegen zumeist allein in der Küche, während der Mann maximal den Wein eingieße. „Zehn Teller allein anzurichten, ist schwierig.“ Und es sei auch nicht nötig. „Heute gibt es so schönes Geschirr oder Emaille-Töpfe. Die kann man genauso wie große Platten einfach auf den Tisch stellen.“

Mit Tipps wie diesem hat Hager ihre Rezepte garniert. Oft geht es darum, wie sich die Vorbereitung optimieren lässt, manchmal aber auch um Dekorationsvorschläge oder Wissenswertes über Lebensmittel. Dazu gibt es passend zu jeder Jahreszeit Bastelanleitungen für einen Kranz oder Blumenschmuck.

Das eigene Kochbuch in der Hand zu halten, sei auch beim zweiten Mal noch schön, sagt die 48-Jährige. Und es steckt auch wieder viel Arbeit in den 240 Seiten. „Man muss schon viel ausprobieren. Ich habe jedes Rezept drei- bis viermal gekocht, damit es wirklich funktioniert“, sagt Hager. Ohne die volle Unterstützung ihres Mannes und des ganzen Teams nicht denkbar.

Wie schon beim ersten Buch war es Hager wieder wichtig, dass die Speisen wirklich so fotografiert werden, wie sie aus dem Rohr oder von der Kochplatte kommen. Da wurde also kein Braten lackiert, damit er schön glänzt. Auch bei der Präsentation hält es Hager einfach. Während sie Erdbeersorbet im Restaurant in übereinander geschichteten Nocken serviert, wurde es für das Buch einfach in der Schüssel fotografiert. „Es hat ja keiner was davon, wenn er beim Nachkochen einen Misserfolg erlebt“, sagt Hager.

Und was gibt es bei ihr zu Weihnachten? „Mittags machen wir vielleicht eine Maronensuppe“, sagt sie. Abends gebe es Hirschrücken, weil man den eben so gut vorbereiten könne. Wenn die Planung stimme, sagt Hager, „geht das an Heiligabend dann fast so schnell wie Spiegeleier“.

Das Kochbuch: „Festtagsküche – herzlich, saisonal, entspannt“ von Michaela Hager ist im Brandstätter-Verlag erschienen. Es hat 240 Seiten mit 150 Fotos und kostet 34,90 Euro.

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