Die Zukunft des „Strasserhofs“ ist weiterhin offen.
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Die Zukunft des „Strasserhofs“ ist weiterhin offen.

Entscheidung vertagt

Nach Aus für Hotelpläne: „Strasserhof“ in Wackersberg mit ungewisser Zukunft

  • vonEwald Scheitterer
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Die Hotelpläne sind geplatzt - doch wie geht es jetzt weiter mit dem ehemaligen „Strasserhof" in Wackersberg? Ein Antrag gab dem Gemeinderat jetzt Rätsel auf.

Wackersberg – Eine schier unendliche Geschichte ist die Sanierung und Weiterverwendung der Gastwirtschaft „Strasserhof“. Nun geht sie in die nächste Runde. Nachdem es offensichtlich mit dem zuletzt geplanten „Hotel Garni Straß“ nichts wird, beantragte der Inhaber des Areals eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans. Im Wesentlichen geht es dabei um eine Erweiterung der möglichen künftigen Nutzung und um den Einbau einer Tiefgarage.

Während Letzteres bei den Wackersberger Gemeinderäten in der Sitzung am Dienstagabend durchaus auf Zustimmung stieß, erhitzten sich die Gemüter an der gewünschten Änderung vom Bebauungsplan „Hotel Straß“ zu einem „Sondergebiet Fremdenbeherbergung“. „Ich sehe da die Gemeinde nicht in der Pflicht, hier etwas zu machen, ehe nicht eine detaillierte Planung vorliegt. Wir brauchen erst ein neues Betreiberkonzept“, befand Martin März. Vor allem störte er sich daran, dass mit der Nutzungsänderung offensichtlich die bisherige Planung aufgeweicht werden soll: „Dann haben wir letztlich kein Mitspracherecht mehr. Das wollen wir doch auch nicht, obwohl wir dem Ganzen durchaus positiv gegenüber stehen.“

Bürgermeister zum „Strasserhof“: „Wir wollen wissen, was da passieren soll“

In der Diskussion war deutlich geworden, dass die gewünschte Änderung über einen Hotelbetrieb hinaus auch den Einbau von Ferienwohnungen ermöglichen würde. „Auch diese wären in einer ,touristischen Nutzung‘ mit eingeschlossen“, erklärte hierzu Bürgermeister Jan Göhzold.

„Wenn eine touristische Nutzung festgeschrieben würde, hätte ich mit der Änderung kein Problem“, führte Klaus Braun an. Verständnis für den Antrag des Inhabers zeigte auch Dritte Bürgermeisterin Maria Wolf: „Ein möglicher Kauf-Interessent möchte doch zuerst wissen, ob seine Ideen überhaupt eine Chance auf Verwirklichung haben.“ Barbara Camelly fügte da noch hinzu: „Ein ,Hotel Garni‘ ist in Sachen Nutzung schon sehr eng gefasst. Wenn wir da der Änderung nicht zustimmen, dann bleibt doch alles in dem jetzt für alle unbefriedigendem Zustand.“

Auch die meisten anderen Gemeinderäte waren der Meinung, dass es schon gut wäre, wenn auf dem Buchberg irgendetwas weitergehen würde. Letztlich wurde ein Beschluss über den Änderungsantrag einstimmig vertagt. Allerdings solle dem Inhaber des Areals signalisiert werden, dass die Gemeinde auch den neuen Plänen „grundsätzlich positiv“ gegenüber stehen würde. „Wir wollen nur einfach zuerst wissen, was da passieren soll“, fasste der Rathauschef den Wunsch des Gremiums zusammen. Sollte demnächst zumindest ein ausgearbeiteter Entwurf zur neuen geplanten Nutzung vorliegen, dann würde man sich gerne erneut damit befassen.

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