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Das geplante Neubaugebiet an der Längentalstraße beschäftigt den Gemeinderat seit Längerem.

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Wackersberg: Klage gegen Baugebiet ist fast vom Tisch

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Über das Baugebiet „Längentalstraße-Süd“ und das dort geplante Einheimischen-Modell wird seit Längerem teils erbittert gestritten. Jetzt ist auf dieser Baustelle Entspannung angesagt.

Update vom 23. August:

Wackersberg - Läuft alles glatt, ist die Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan Längentalstraße Süd demnächst vom Tisch. Im Zuge der Berichterstattung über die jüngste Gemeinderatssitzung war von einer Kostensteigerung für die Flächen die Rede. Bürgermeister Alois Bauer legt nun Wert auf die Feststellung, dass die Kostensteigerung von rund 100 Euro pro Quadratmeter für die Bauwerber nicht durch das Normenkontrollklageverfahren hervorgerufen wurde. Die Mehrkosten seien insgesamt der Länge des Verfahrens geschuldet.

Ursprungs-Artikel vom 22. August:

Wackersberg Wieder einmal war das Baugebiet Längentalstraße-Süd Thema im Gemeinderat. Dieses Mal gab es aber Positives zu berichten. Am Tag vor der Sitzung war eine Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der ans Baugebiet angrenzenden Zimmerei geschlossen worden, mit der nun beide Seiten leben können. „Damit ruht die Normenkontrollklage derzeit. Die Änderungen sind nun in den Bebauungsplan eingearbeitet“, sagte Bürgermeister Alois Bauer. „Wenn hier das erneute Verfahren durch ist, wird vereinbarungsgemäß die Klage zurückgezogen.“

Klage gegen Baugebiet: Änderungen beim Schallschutz

Im Wesentlichen gehe es bei den Änderungen um Schallschutz-Maßnahmen, bekundete der Rathauschef. So werden die künftigen Bauwerber der zwei dem im Norden angrenzenden Gewerbegebiet nächstliegenden Häuser verpflichtet, auf der Nordseite ihrer künftigen Gebäude keine „Aufenthaltsräume“ wie Wohn- oder Schlafzimmer einzuplanen, sondern lediglich Treppenhäuser, Bäder oder Toiletten. Zudem wurde eine öffentliche Grünfläche in die Änderung des Bebauungsplans integriert und auf Wunsch der künftigen Bewohner eine zusätzliche Tiefgarage. „Damit schaffen wir für den bereits rechtskräftigen Bebauungsplan eine weitere Hürde aus dem Weg“, führte der Rathauschef aus.

Boden-Richtwerte haben sich erhöht

Unter Enthaltung des betroffenen Gemeinderats Klaus Braun billigte das Gremium ohne weitere Diskussion den überarbeiteten Entwurf einstimmig. Der muss jetzt noch das übliche Verfahren mit Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchlaufen. „Das war eine Ehrenrunde, die uns in der Entwicklung des Baugebiets einige Monate gekostet hat. Doch jetzt schauen wir wieder nach vorne“, erklärte Bauer. 

Leidtragende der Verzögerung seien ausschließlich die künftigen Häuslebauer, da sich zwischenzeitlich die Boden-Richtwerte erheblich erhöht hätten: „Jetzt müssen sie rund 100 Euro pro Quadratmeter mehr bezahlen, als ursprünglich geplant.“

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