1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Wackersberg

Wackersberg: Klaus Heufelder gestorben - Letzte Ruhe in „seinem“ Friedhof

Erstellt:

Von: Alois Ostler

Kommentare

Nikolaus Heufelder starb mit 78 Jahren.
Nikolaus Heufelder starb mit 78 Jahren. © Privat

Arzbach nimmt Abschied von seinem langjährigen Friedhofspfleger Klaus Heufelder. Er ist noch kurz vor dem Jahreswechsel gestorben. Ein Nachruf.

Arzbach – „Er hat‘s überstanden.“ Wer den Leidensweg von Nikolaus Heufelder kannte, dürfe das sagen, so Leo Sobik. Der Wackersberger Pfarrer machte dieser Tage beim Requiem für den „Rothen-Klos“ aber auch deutlich: „Die Angehörigen haben es miteinander überstanden, weil sie ihm bis zuletzt treu zur Seite standen.“ Sieben Jahre lang war Heufelder nach einem Schlaganfall im Jahr 2014 von seiner Frau Burgl zu Hause in Arzbach gepflegt und betreut worden. Noch im alten Jahr ist er mit 78 Jahren gestorben.

„Sie haben sich die größte Anerkennung verdient“, sagte der Pfarrer zur Witwe. „Der Rothen-Klos war ein lebensfroher und geselliger Kamerad“, sagte der Arzbacher Kirchenpfleger Klaus Braun in seinem Nachruf auf den ehemaligen Friedhofspfleger von Arzbach. Bei einem Zusammentreffen mit ihm habe es immer etwas zu lachen gegeben. Weit über zehn Jahre hatte Heufelder rund um den Gottesacker nach dem Rechten geschaut. „Wenn ihm etwas nicht gepasst hat, dann hat er es den Leuten gesagt“, betonte Braun. Arzbach sei so zu einem Vorzeige-Friedhof geworden. Vor allem Radfahrer und Hunde habe der Klos verscheucht, „weil die dort nichts verloren haben“. Heufelder habe sein Amt mit Leib und Seele ausgefüllt. Für diese akribische Tätigkeit sei ihm die ganze Pfarrei zu Dank verpflichtet, bekräftigte Pfarrer Sobik – verbunden mit einem herzlichen „Vergelt‘s Gott“.

Humor und Glaube begleiteten ihn

Klaus Heufelder ist am elterlichen Rothen-Hof im Ortsteil Lain aufgewachsen. Bis zu seinem 22. Lebensjahr arbeitete er dort mit seinem älteren Bruder auf dem Bauernhof. Danach war er zehn Jahre am Bau. Von 1973 bis zu seinem Ruhestand war er in Diensten der Stadt Bad Tölz, zuletzt zwölf Jahre im Waldfriedhof. Seit 1970 war er mit seiner Burgl, geborene Mittermair, verheiratet. Sie schenkte ihm die Tochter Burgi und den Sohn Klaus. Trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen haben ihn sein Humor und sein Glaube zeitlebens begleitet, sagte Pfarrer Sobik. Das habe man bei vielen Begegnungen gespürt.

Angeführt von den Wackersberger Musikanten und örtlichen Fahnenabordnungen, begleiteten zahlreiche Verwandte, Nachbarn und Freunde die Urnenbeisetzung und nahmen von Heufelder Abschied. „Eigentlich hätte man ihm noch den Rasenmäher neben das Grab stellen müssen, sogar jetzt im Winter“, scherzte Kirchenpfleger Braun beim Abschied. Aber auch ohne das vertraute Arbeitsgerät: Der „Rothen-Klos“ ruht jetzt auf „seinem“ Friedhof.

Bad-Tölz-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser Bad-Tölz-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Bad Tölz – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare