Frau schnürt die Wanderschuhe
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Viele Menschen schnürten am Wochenende die Wanderschuhe (Symbolfoto).

Schmerzhaftes Ende eines Ausflugs

Mutter (41) stürzt bei Familienwanderung auf eisigem Forstweg: Einsatz für die Bergwacht im Längental

  • Andreas Steppan
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Die Temperaturen waren frühlingshaft, doch die Wegeverhältnisse teils noch winterlich: Das bekam am Samstag eine Wanderin im Längental schmerzhaft zu spüren.

Wackersberg - Das schöne Wetter lockte am Wochenende unzählige Ausflügler in die Region. Doch trotz der frühlingshaften Temperaturen kann man bei Wanderungen stellenweise weiterhin auf winterliche Tücken stoßen. Das wurde am Samstag einer 41-Jährigen Frau im Längental zum Verhängnis. Sie verletzte sich bei einer Familienwanderung. Die Bergwacht eilte ihr zu Hilfe.

Wie die Bergwacht berichtet, ging der Alarm gegen 17.30 Uhr ein. Die Freisingerin, die mit ihrem Mann und den gemeinsamen Kindern unterwegs war, war auf einem stark vereisten Forstweg ausgerutscht und klagte über Schmerzen im rechten Sprunggelenk. Der Ehemann setzte den Notruf ab.

Einsatz im Längental: Rettungswagen braucht Schneeketten

Der Lenggrieser Rettungswagen sowie der Einsatzleiter der Bergwacht Bad Tölz und die ehrenamtlichen Bergretter der Bergwacht Lenggries wurden Minuten später von der Rettungsleitstelle Richtung Längental geschickt. Wegen unklarer Lage des Einsatzortes und Ungewissheit über die Schneeverhältnisse nahmen die Helfer vorsichtshalber den Skidoo auf dem Anhänger mit.

Bei einsetzender Dunkelheit erreichte die Bergwacht Lenggries den Treffpunkt, wo bereits der Rettungswagen und der Einsatzleiter warteten. Nach kurzer Absprache wurden die Schneeketten angelegt, und der Notfallsanitäter des Rettungswagens mit dem Bergwachteinsatzfahrzeug zur Einsatzstelle gebracht.

41-Jährige Mutter stürzt bei Wanderung im Längental: Bergwacht hilft

Die Patientin wartete dort am Boden sitzend mit ihren beiden Kindern. Die Helfer wollten ihr eigentlich eine Vakuum-Beinschiene anlegen, doch dies war aufgrund ihrer starken Schmerzen nicht möglich. Daraufhin wurde ein Bergwacht-Notarzt nachalarmiert, um zunächst ihre Schmerzen zu behandeln. Anschließend brachte die Bergwacht die gebürtige Spanierin zum Rettungswagen und die Kinder zu dem dort wartenden Vater. Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz beendet.

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