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Rund 70 Kinder besuchen in Walchensee den Kindergarten und die Grundschule des Trägers „Dorfleben Walchensee“. Viele davon kommen mit dem Bus – was durch den Fahrplanwechsel sehr erschwert wird. 

„Keine konstruktive Kommunikation mit RVO“

Dorfschule Walchensee hadert mit neuem Bus-Fahrplan

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Was der RVO als „Quantensprung“ bezeichnet, stellt die Dorfschule Walchensee vor große Probleme.

Walchensee– Des einen Freud’ ist des anderen Leid: Während der RVO die Taktverdichtung auf der Buslinie 9608 zwischen Garmisch-Partenkirchen und Kochel am See bei einem Pressetermin am Dienstag als „Quantensprung“ bejubelte, sieht die private Dorfschule Walchensee in den Veränderungen einen eklatanten Rückschritt. 

Armin Ebersberger, Gesamtleiter des Schulträgers „Dorfleben Walchensee“, sagt: „Aus Sicht der Touristen mag der neue Fahrplan ja gut sein – aus Sicht der Einheimischen und für unsere Schüler und ihre Eltern bedeutet er dagegen eine Steigerung der Dramatik ins Unerträgliche.“

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember ändert sich viel auf Linie 9608

Wie berichtet bekommt der Bus 9608 mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember verlässlichere Abfahrtszeiten, die jeden Tag gleich sind und besser auf den Anschluss zum Zug abgestimmt sind. Im Winter gibt es einen Zwei-Stunden-Takt, im Sommer einen Stundentakt.

Kaum Berücksichtigung fanden dagegen nach Ebersbergers Schilderung die Bedürfnisse der Schule – obwohl er nach eigenen Angaben alles getan hat, um die Notwendigkeiten zur Geltung zu bringen. Doch seit einem ersten Telefonat am 16. Oktober sei „keine konstruktive Kommunikation mit dem RVO möglich gewesen“, beklagt er. „Ich habe vielfach versucht, auf allen Kanälen einen Ansprechpartner zu erreichen.“

Viele Kinder fahren mit dem Bus zur Dorfschule Walchensee

Laut Ebersberger besuchen rund 70 Mädchen und Buben den Kindergarten und die Grundschule an der Kastanienallee. Sie stammen teils aus dem Ort Walchensee selbst, viele – rund drei Viertel, so Ebersberger – aber auch aus einem Umkreis von rund 20 Kilometern. Die Fahrschüler kommen zum einen aus Richtung Mittenwald/Garmisch-Partenkirchen, zum anderen aus Richtung Kochel/Benediktbeuern/Bichl. Alle nutzen besagte Linie 9608. Bislang habe das „leidlich“ funktioniert, sagt der Leiter von „Dorfleben Walchensee“. Mit dem Fahrplanwechsel ändere sich das.

Ein Beispiel: Die Kinder der dritten und vierten Klasse haben bis 13.15 Uhr Unterricht. Doch der nächste Bus Richtung Süden fährt erst um 14.38 Uhr ab. Die Erst- und Zweitklässler können nach Schulschluss um 12 Uhr im Winter immerhin um 12.38 Uhr einen Bus Richtung Süden nehmen – doch auch da stellt sich Ebersberger schon die Frage: „Wer betreut die Kinder bis dahin?“

Schulträger übt Kritik am neuen Fahrplan der Buslinie 9608

Gänzlich unmöglich wird es aber für diejenigen, die noch nach Mittenwald umsteigen wollen. Sie müssten noch einmal 70 Minuten in Wallgau auf den Anschlussbus warten. „Das ist den Kindern nicht zuzumuten.“

Mit dem Sommerfahrplan ist der Bus (Abfahrt: 12.07 Uhr) schon in Walchensee praktisch nicht erreichbar. Und morgens kommen Kinder aus Mittenwald entweder um 6.03 oder 9.07 Uhr an – beides nicht sinnvoll.

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Die Schüler aus dem Loisachtal haben ähnliche Probleme. Ihnen habe der RVO bislang noch nicht mitteilen können, welche Anschlussmöglichkeiten es von Kochel nach Benediktbeuern und Bichl gibt. „Aber die Eltern müssen doch planen, sie sind schließlich berufstätig“, kritisiert Ebersberger. Unmöglich wird es der Schule, die Nachmittagsbetreuung bis 16.30 Uhr aufrechtzuerhalten, weil die Mädchen und Buben sonst den letzten Bus verpassen.

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Der Schule bleibe kurzfristig nichts übrig, als nach den Weihnachtsferien den Stundenplan so zu verbiegen, dass er halbwegs mit dem Busfahrplan zu vereinbaren ist. „Dabei müssen wir die Vorgaben des Lehrplans einhalten, unsere staatliche Anerkennung behalten und personell zurechtkommen. Das wird eine Herkulesaufgabe.“ Ebersbergers einzige Hoffnung ist, dass eine geplante Evaluationsrunde im Februar zu Verbesserungen führt. Dass die Eltern die Kinder einzeln mit dem Auto zur Schule bringen, sei schließlich nicht Sinn der Sache.

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