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Mit diesem Fischer-Kajak war der Falkenberger (Niederbayern) auf dem Walchensee unterwegs. Zwei Bekannte hielten ihn über Wasser, ehe die Wasserwacht eintraf. 

Mann in Klinik geflogen

Fischer-Kajak kentert im Walchensee

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Die Wasserwacht zog einen Fischer aus dem Walchensee. Er musste mit einem Schock und unterkühlt ins Krankenhaus geflogen werden.

Walchensee – Sein Trockenanzug rettete ihm wohl das Leben: Fast 20 Minuten lang fror ein 54-jähriger Mann am Donnerstagnachmittag im drei Grad kalten Walchensee, ehe er von der Wasserwacht an Bord des Rettungsboots gezogen wurde. Er war aus einem Fischer-Kajak gefallen.

Gegen 14.50 Uhr wurde die Wasserwacht Walchensee alarmiert, berichtet der Vorsitzende Alois Grünwald, der selbst im Einsatz war. Er und seine Kollegen trafen, nach Grünwalds Schätzung, etwa 800 Meter vom Ufer entfernt, auf drei Männer – ein 32-Jähriger Tölzer, ein 37-Jähriger aus Tacherting (Landkreis Traunstein) und eben ein 54-Jähriger aus Falkenberg bei Eggenfelden (Niederbayern). Die beiden Jüngeren hielten den Mann an der Wasseroberfläche. Eine Welle hatte den Falkenberger erwischt und das schmale Boot umgekippt. „Es war ihm unmöglich, aus eigener Kraft wieder ins Kajak zu gelangen. Er trug eine Daunenjacke – die war vom Wasser mindestens 30 Kilo schwer“, sagt Grünwald.

Die drei Wasserwachtler waren innerhalb von elf Minuten zur Stelle. Wieder an Land, wurde der 54-Jährige zunächst vom Rettungsdienst behandelt – dann aber wegen eines Schocks und einer Unterkühlung mit dem Hubschrauber in die Murnauer Klinik geflogen. Die Männer aus unterschiedlichen Regionen hatten sich laut Anton Simmeth von der Polizei Kochel im Internet zum Fischen verabredet. Bis Sonntag wollten sie ihrem Hobby am Walchensee nachgehen.

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