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Die Einweihungsfeier fand auf dem neuen Vorplatz statt. Links Martin Brost, einer der drei Gesellschafter der Initiative „Dorfleben Walchensee“, bei seiner Ansprache. 

Neue Soziale Einrichtung

„Haus der Begegnung“ in Walchensee: „Ein Ort, der beflügelt“

Das „Haus der Begegnung“ in Walchensee wurde am Samstag eingeweiht. Die ersten Besucher waren begeistert.

Walchensee – „Ein Haus für alle und jeden. Ein Ort, der hilft, Wurzeln zu bilden und uns gleichzeitig beflügelt.“ So beschrieb Martin Brost das „Haus der Begegnung“ in Walchensee bei der Eröffnungsfeier am Samstag. Initiiert hatte die neue Einrichtung die gemeinnützigen Organisation „Dorfleben Walchensee“ (wir berichteten).

Vor den vielen Besuchern führte Brost, einer der drei Gesellschafter von „Dorfleben Walchensee“, aus, wie wichtig echte Begegnung mit anderen für die Menschen sei: „Wir brauchen sie, um uns selbst zu entwickeln.“ Mit dem sanierten und um einen Anbau erweiterten ehemaligen Bungalow oberhalb der Dorfschule wolle man „bewusst einen Raum für echte Begegnung“ bieten. „Einen Denk- und Lebensraum jenseits der Nützlichkeit“, wohin Alt und Jung, Vereine und Privatpersonen zwanglos gehen können, um „Menschen zu treffen, durch die man Neues entdecken kann“.

Billard, Puppentheater und Bibliothek

Hier soll man künftig Billard spielen, sich auf der kleinen Bühne des Märchenzimmers ein Puppentheater ansehen oder in die Bibliothek zurückziehen können. „Fleißig besucht“ wird laut Julia Oswald, Leiterin des Hauses, bereits der Kinder- und Jugendtreff, der jeden Freitagabend stattfindet.

Geplant seien ein Seniorentreff, Tanz- und Filmabende, ein Yogakurs sowie eine Krabbelgruppe. Die vielen Besucher, die sich im Anschluss an die Segnung des Hauses durch Pater Walter Schmidt die Räume anschauten, waren hellauf begeistert. „Es ist bombastisch“, fand etwa Eleonore Öttl aus Urfeld, die den alten Bungalow noch kannte. Einen Treffpunkt für Alt und Jung zu schaffen, findet sie eine gute Idee. „Ich werde mit Sicherheit zum Seniorencafé kommen.“ Auch Margitta Hammes war voll des Lobes, während sie im Märchenzimmer die kleine Bühne und die Wandbemalung betrachtete. „Es ist alles so geschmackvoll eingerichtet und super gestaltet“, sagte die Walchenseerin.

Bürgermeister Thomas Holz: „Erwartungen übertroffen“

Draußen, im neu angelegten Außenbereich, weihte Henk Brils die Boccia-Bahn ein. „Es ist unglaublich, dass wir in Walchensee sowas geschenkt bekommen“, sagte er im Hinblick auf die Initiative „Dorfleben Walchensee“. Er hofft, dass sich im „Haus der Begegnung“ viele Billardfreunde einfinden – dann könnte er nach jahrelanger Pause endlich wieder seinem Hobby frönen.

Bürgermeister Thomas Holz lobte das Haus mit seinem einladenden Vorplatz als „ganz besonderes Projekt“, das die Erwartungen weit übertroffen habe. Er ist sicher: „Hier ist ein neuer Mittelpunkt für die Walchenseer entstanden.“ Ihn mit Leben erfüllen müssen die Menschen nun selbst, wie Brost betonte. Denn ein festes Programm gibt es nicht. „Ihr könnt hier alles in den kommenden Monaten mitgestalten.“ Ganz im Sinne Friedrich Schillers solle auf spielerische Weise der Anfang für Kultur und Kunst geschaffen werden.

Franziska Seliger

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