Einen Großalarm gab es am Dienstag am Walchensee: Weil mehrere im Wasser treibende Personen gemeldet worden waren, wurde auch ein Hubschrauber alarmiert.
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Einen Großalarm gab es am Dienstag am Walchensee: Weil mehrere im Wasser treibende Personen gemeldet worden waren, wurde auch ein Hubschrauber alarmiert.

Wassersportler in Not

Großalarm am Walchensee: Treibende Personen im Wasser gemeldet - Hubschrauber im Einsatz

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    VonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Einen einsatzreichen Nachmittag gab es am Dienstag für die Wasserretter am Walchensee. Grund für die Einsatzdichte waren nicht zuletzt untypische Windverhältnisse.

Walchensee - Der untypische Südwind habe einige Wassersportler vor Probleme gestellt, erklärt Alois Grünwald von der Wasserwacht Walchensee, warum vier Einsätze in zwei Stunden zu meistern waren. Gegen 15 Uhr musste ein Paar gerettet werden, das mit dem Segelboot im Bereich der Galerie gekentert war. Als die Wasserwacht vor Ort eintraf, befand sich die Frau – sie hatte nur einen Bikini an – bereits seit geraumer Zeit im 19 Grad kalten Wasser und etwa 200 Meter vom Boot entfernt. Paar und Segelboot wurden an Land gebracht.

Großalarm am Walchensee: Wasserwachten, Rettungswagen und Hubschrauber im Einsatz

Um 15 Uhr gab es dann Großalarm. Mehrere Wasserwachten, Rettungswagen und ein Hubschrauber rückten an, nachdem die Rettungsleitstelle mehrere im Wasser treibende Personen gemeldet hatte. Tatsächlich entdeckten die Retter im Bereich der Insel Sassau zwei Kanu-Fahrer in ihren Booten. Wind und Wellengang hatten dafür gesorgt, dass sich die Frau die Rückkehr zum sicheren Ufer nicht mehr zutraute.

In dieser prekären Lage hatte das Paar aber nicht den Notruf gewählt, sondern einen Bekannten angerufen. Der wiederum verständigte die Leitstelle – mit den eher vagen Angaben, die er aus dem Telefonat hatte. Und weil die Lage eben recht unklar war, wurde die Rettungskette in Gang gesetzt. „In dieser Situation ist es immer besser, direkt den Notruf 112 anzurufen“, sagt Grünwald.

Viele Einsätze am Walchensee: Wasserwacht rettet entkräfteten Surfer

Einen entkräfteten Surfer, den der Südwind vor unüberwindbare Herausforderungen stellte, brachte die Wasserwacht gegen 16.30 Uhr an Land. Wenig später ging dann erneut ein Notruf ein. Gemeldet wurde ein vermisster Kite-Surfer. Ein Mann hatte seinen Spezl aus den Augen verloren und befürchtete, dass ihm etwas zugestoßen war.

Eine Suche auf dem Wasser, aber auch am Ufer begann. Eine halbe Stunde später die Entwarnung: Der Wind hatte den Kiter in Richtung Südufer getrieben. Dort hatte er es an Land geschafft und den Heimweg zu Fuß angetreten. „Glücklicherweise hat sein Spezl nochmal angerufen und gesagt, dass er wieder da ist“, sagt Grünwald. So konnte der Einsatz für die Retter beendet werden.

Der Tölzer „Jailhouse“-Wirt Peter Frech darf kein Feuerwerk abbrennen, weil das eine in der Nähe brütende Vogelart stören könnte. Seiner Wut auf Stadt und Landratsamt macht er auf Facebook Luft. Noch mehr Nachrichten aus der Region Bad Tölz lesen Sie hier. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Bad-Tölz-Newsletter. 

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