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Stuhlkreis im Freien: Einen Waldkindergarten (wie hier Gaißach) könnte es bald auch in Benediktbeuern geben.

Planungen laufen

Waldkindergarten Im Loisachtal ab 2018?

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Im Loisachtal könnte es im kommenden Jahr erstmals einen Waldkindergarten geben. Das ist das Ziel einer Gruppe engagierter Eltern aus dem Raum Benediktbeuern. Ein Start im September 2018 ist denkbar.

Benediktbeuern – Seit Monaten laufen dafür Planungen, und der Gemeinderat bekundete im Dezember sein Wohlwollen. Ein eigentlich für September 2017 geplanter Start musste jedoch aus organisatorischen Gründen verschoben werden. „Wir hätten dann bis März alles komplett geklärt haben müssen, inklusive Bauwagen-Abnahme und Personaleinstellung“, sagt Initiatorin Hannah-Sophie Kock. Im April finden die Anmeldungen fürs neue Kindergartenjahr statt. „Diesen Zeitplan konnten wir einfach nicht einhalten.“

Die Fläche, die den Eltern zur Verfügung steht, stammt aus Privatbesitz und liegt ein Stück hinterm Gewerbegebiet am Mondscheinweg (nach der Bahn-Unterführung links am großen Stadel). Um das Interesse am Waldkindergarten aufrechtzuerhalten, bietet die Eltern-Initiative dort ab sofort jeden ersten Dienstag und jeden dritten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr ein Treffen an, damit sich Kinder und Eltern kennenlernen und mit dem Konzept vertraut gemacht werden können. Die nächsten Termine sind am Dienstag, 6. Juni, und Samstag, 17. Juni. Die Uhrzeit sei „noch nicht in Stein gemeißelt“, sagt Kock. „Vielleicht fangen wir im Sommer samstags etwas später an.“

Kock ist Mutter einer zweijährigen Tochter und hat einige Zeit als Isarrangerin gearbeitet. Wenn Kinder regelmäßig draußen in der Natur sind, stärke das ihr emotionales Gleichgewicht. „Die Kinder sind ausgeglichener und seltener krank.“ Zudem könne man sie früh umweltpädagogisch bilden. „Nur was man kennt, das schützt man“, sagt die ausgebildete Umweltingenieurin.

Theoretisch kann man einen Kindergarten jeden Tag eröffnen, erklärt Kock. Allerdings: „Wenn die Kinder schon irgendwo eingeschrieben sind, werden sie unterm Jahr kaum woandershin wechseln.“ Deshalb hält es die Initiative für sinnvoll, zeitgleich mit anderen Kindergärten, also im September, zu starten. Die Wartezeit von gut einem Jahr soll jetzt mit regelmäßigen Treffen von Kindern und Eltern überbrückt werden. Unterstützung bekommen die Engagierten vom Albert-Schweitzer-Familienwerk, das auch die sieben anderen Waldkindergärten im Landkreis sowie die in Penzberg betreut. „Es wäre sinnvoll, wenn wir mit zirka zehn Kindern starten könnten“, sagt Kock. Mittelfristig sollten es dann rund 20 Zwergerl sein. Ihr Treffpunkt ist ein Bauwagen, in dem sie bei großer Kälte und Dauerregen Unterschlupf finden. Zwei bis drei pädagogische Fachkräfte sollen zur Betreuung der Kinder zur Verfügung stehen. Alle Eltern im Bereich Bad Heilbrunn und Kochel-Schlehdorf können ihren Nachwuchs für diesen Kindergarten anmelden.

In der Gemeinde will man weiterverfolgen, wie sich das Eltern-Projekt entwickelt, sagt Bürgermeister Hans Kiefersauer. „Der politische Wille ist da“, sagt er. „Aber letztlich kommt es drauf an, dass sich genügend Kinder anmelden.“

Weitere Infos

Die Treffen der sogenannten Waldspielgruppe sollen fortan zweimal im Monat stattfinden. Jeder, der Interesse hat, kann unverbindlich vorbeischauen und sich informieren. Weitere Auskünfte gibt Hannah-Sophie Kock unter Telefon 0176/ 64 23 86 91.

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