Zu einer Vermisstensuche am Walchensee rückten diverse Einsatzkräfte an - unter anderem die Feuerwehr Kochel mit ihrem Boot.
+
Zu einer Vermisstensuche am Walchensee rückten diverse Einsatzkräfte an - unter anderem die Feuerwehr Kochel mit ihrem Boot.

Wasserwacht

Vom gekenterten Boot bis zum Wespenstich

  • Andreas Steppan
    vonAndreas Steppan
    schließen

Die Suche nach einem vermissten Surfer blieb am Mittwoch nicht der einzige Einsatz für die Wasserwacht Walchensee. Die Hilfe der Retter war am laufenden Band gefragt.

  • Bei Sonne und lebhaftem Wind waren am Mittwoch am Walchensee viele Segler und Surfer unterwegs.
  • Neben der Suche nach einem vermissten Surfer (14) hatte die Wasserwacht mit etlichen weiteren Einsätzen alle Hände voll zu tun.
  • Unter anderem mussten manövrierunfähige Boote abgeschleppt und ein Kind mit einem Wespenstich in der Lippe versorgt werden.

Update vom 28. August:

Der sonnige, windige Mittwoch lockte viele Besucher an den Walchensee, insbesondere Surfer und Segler. Die Suche nach einem vermissten 14-Jährigen (siehe unten) blieb da nicht der einzige Einsatz für die Wasserwacht.

Die Ausschau nach dem Jugendlichen überschnitt sich zeitlich mit einer Hilfsaktion für einen Segler, der gegen 13.40 Uhr in Schwierigkeiten geraten war. Wie Alois Grünwald von der Wasserwacht berichtet, war der Mann im Bereich der Insel Sassau aufgrund des beträchtlichen Wellengangs gekentert und nicht mehr in der Lage, sein Segel aufzurichten. Die Wasserwacht half ihm und schleppte sein Boot nach Urfeld ab. Auf dem Weg dorthin begegnete das Wasserwacht-Boot dem Surfer-Vater, der winkte, weil er in großer Sorge um seinen Sohn war.

Die Wasserwacht hatte am Mittwoch auf dem Walchensee viel zu tun.

Kaum hatte die Suche nach dem Jugendlichen, für die diverse weitere Rettungskräfte nachalarmiert worden waren, ein glückliches Ende gefunden, gab es schon wieder Arbeit für die Wasserwacht Walchensee.

„Als wir wieder auf dem Wasser waren, fiel uns ein Segelboot auf, das manövrierunfähig auf dem See trieb“, so Grünwald. Es stellte sich heraus, dass an dem Wassergefährt die Ruderanlage gebrochen war. Die Wasserwacht schleppte auch dieses Boot nach Urfeld ab.

Radfahrer beobachtet am Walchensee, wie Segelboot kentert

Nachdem die Ehrenamtlichen am Nachmittag noch ein Schlauchboot mit abgebrochenem Ruder „eingesammelt“ hatte, so Grünwald, war ihre Hilfe wieder gegen 17.10 Uhr gefragt. Am Badestrand in Walchensee kam eine hektisch winkende Mutter auf die Retter zu: Eine Wespe hatte ihren neunjährigen Sohn in die Lippe gestochen. Das tat zwar weh, doch zum Glück zeigte der Bub keine allergische Reaktion, sodass eine Erstversorgung der geschwollenen Lippe genügte.

Schließlich setzte gegen 17.30 Uhr ein aufmerksamer Radfahrer einen Alarm ab. Er hatte vom Ufer aus beobachtet, wie auf dem See im Bereich der „Galerie“ ein Segelboot gekentert war. Bis die Wasserwacht vor Ort war, hatten es die offensichtlich versierten Segler aber schon aus eigener Kraft geschafft, ihr Boot wieder aufzustellen, berichtet Grünwald

Ursprüngliche Meldung vom 26. August:

Walchensee – Eine Vermisstensuche am Walchensee rief am Mittwochnachmittag ein größeres Aufgebot an Rettungskräften auf den Plan. Der Einsatz nahm ein glückliches Ende. Wie Alois Grünwald von der Wasserwacht Walchensee berichtet, waren die Retter gegen 14 Uhr gerade dabei, ein gekentertes Segelboot abzuschleppen, als ein Surfer winkend und rufend auf sie zukam. „Er war zusammen mit seinem Sohn auf dem Wasser unterwegs gewesen und fand ihn jetzt nicht mehr.“ Der Vater war wegen eines Defekts an seinem Segel zurückgeblieben, der 14-Jährige Filius entschwunden.

Zur Suche rückten auch die Feuerwehren Walchensee und Kochel, die Polizei, ein Rettungswagen aus Lenggries und die Wasserwacht Krün-Wallgau an. Die Wasserwachten Kochel und Tölz konnten unterwegs wieder umdrehen – da war der 14-Jährige schon gefunden.

Vermisster Surfer (14) am Walchensee stand neben Frau am Ufer

Die Wasserwacht hatte mittlerweile den Vater an Bord genommen und fuhr mit ihm in Richtung seiner Einstiegsstelle an einem Badeplatz am Fleckerlspitz bei Sachenbach. „Auf halber Strecke sahen wir am Ufer eine Frau, die mit einem roten Badetuch winkte“, so Grünwald. „Neben ihr stand der Bub.“

Die Wasserwacht nahm den Burschen aufs Boot. Der Vater surfte mit dessen Brett zurück zum Badeplatz.

Der Ansturm von Ausflüglern am Walchensee hatte vergangenen Freitag einen neuen Höhepunkt erreicht - bis sogar die Mautposten kapitulierten.

Gegen die großen Verkehrs-Belastungen durch den Ausflügler-Andrang gab es in Kochel am See sogar eine Demonstration.

Im Dienste des Naturschutzes sind seit diesem Sommer im gesamten Gebiet auch Walchensee-Ranger im Einsatz.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dreh in der „bayerischen Karibik“: Til Schweiger dreht am Walchensee - ein Geheimnis lässt er sich nicht entlocken
Dreh in der „bayerischen Karibik“: Til Schweiger dreht am Walchensee - ein Geheimnis lässt er sich nicht entlocken
Richterin wundert sich über Melonendieb: „Wenn Sie wenigstens Hunger gehabt hätten...“
Richterin wundert sich über Melonendieb: „Wenn Sie wenigstens Hunger gehabt hätten...“
Tölz live: Tipps für das Wochenende
Tölz live: Tipps für das Wochenende
Grundsatzentscheidung im Stadtrat: 2021 keine Leonhardifahrt am Samstag
Grundsatzentscheidung im Stadtrat: 2021 keine Leonhardifahrt am Samstag

Kommentare