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Michal Lorenc‘ „Ave Maria“ führten die 5a und 6a des musischen Zweiges mit dem Ensemble „Gaudeamus“ auf.

Jugendliche musizieren

Weihnachtskonzert des Tölzer Gymnasiums bietet eine Auszeit vom Stress

Ihre ganze musikalische Bandbreite zeigten die Schüler traditionsgemäß in der Vorweihnachtszeit an zwei Abenden im Kurhaus. Der Saal war jeweils voll - mit Eltern, Großeltern und anderen Musikliebhabern, die im vorweihnachtlichen Stress einmal durchatmen konnten.

Bad TölzDas Weihnachtskonzert des Tölzer Gymnasiums überraschte mit einer exotischen Weihnachtsnote: Der A-cappella-Chor des Gymnasiums von Stellenbosch in Südafrika beteiligte sich am Programm und stahl den Tölzern fast ein wenig die Show. Wie gewohnt hatten die Musiklehrer das Konzert genutzt, um die musikalische Bandbreite der Schule zu zeigen, vom Chor- und Sologesang über die unterschiedlichsten musikalischen Stile hinweg bis zum großen Orchester.

Schulleiter Alexander Göbl wünschte, dass der Abend vom Weihnachtsstress befreie. Prompt machte ihn die Schulband „Gaps on Fire“ (Leitung Lisa Wiener) wahr: „Don’t worry about me“ von Frances erklang wie aus dem Off. Sängerin Maria Christov durchquerte den Saal, bevor sich vor der Bühne ihre Schwester Laura und Isabel Pommersberger dazugesellten. Dieser Auftritt sowie das ruhige, aber stimmungsvolle Lied ließen den Alltag vergessen. Philipp Oßwald überzeugte als Sänger ebenso mit dem Oldie „I’m a believer“, zudem verbreitete die Band – drei E-Gitarren, Klavier und Schlagzeug – gute Stimmung.

Eva Emmlers Flöten-Ensemble „Flautissimo“ – zehn jungen Bläserinnen zusammen mit Gitarre, Violine und Schlagzeug – führten den Klassiker „Feliz Navidad“ auf sowie den Hit „Let it go“ aus dem Kinoerfolg „Die Eiskönigin“. Letzterer fegte nicht stürmisch hinweg wie die Originalversion, sondern berührte mit feineren Klängen.

Michal Lorenc‘ „Ave Maria“ hatte Elisabeth Artmeier-Mogl (Stimmbildung) für die musischen Klassen fünf und sechs ausgesucht. Musiklehrer Edgar Schumann dirigierte das sechsköpfige Instrumental-Ensemble „Gaudeamus“ (sechs Streicher, eine Querflöte) dazu, das sich bestens als Begleitung für die jungen Stimmen eignete. Diese bewältigten die herausfordernden Höhen sicher.

Das Kurhaus war beim Weihnachtskonzert des Gymnasiums wie immer voll besetzt.

Und dann sorgten die Gymnasiasten aus Stellenbosch für einen Stimmungswandel. In bunt gemusterten Oberhemden, mit kräftigen Stimmen, ansteckender Leidenschaft, rhythmischen Bewegungen und Trommeln trugen sie Weihnachtslieder aus Südafrika vor. Nach dem letzten der sechs Lieder folgte tosender Applaus. Fünf Tage verbringen sie in Tölz.

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Die Programmplaner hätten besser die Südafrikaner direkt vor die Pause gesetzt als die dann noch folgenden Chöre. Die europäische Konzert- und Liedtradition tut sich einfach schwer gegen die ungebändigte Lebenslust anderer Kontinente. Englische und französische Traditionals, mal romantisch, mal melancholisch, wurden dirigiert von Elisabeth Scheucher, Svea Thomson begleitete am Klavier. Unter-, Mittel-, Oberstufenchor sowie das Vocalensemble brachten Rutters „Look at the world“ zum Klingen.

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Den zweiten Teil bestritten die Orchester. Unter der behutsamen Führung von Schumann nahm sich das Jugendorchester mit den jüngsten Musikern der Instrumentalfassung von Cohens „Halleluja“ an. Schon in geübterer Aufführungspraxis erklang „Der Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“, gesungen von Sophie Bicanic und Hannah Falkner und begleitet vom erweiterten Instrumental-Ensemble.

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Welch musikalische Qualität am Ende der gymnasialen Laufbahn steht, zeigte das große Sinfonieorchester, für das Schumann Händels Ouvertüre aus der Feuerwerksmusik ausgesucht hatte. Sie erklang majestätisch-strahlend und erhielt verdienten Applaus. Erwähnenswert war auch die Arbeit des Event- und Technikteams (Leitung Eva Emmler): Die Umbauten zwischen den Auftritten liefen reibungslos.

Birgit Botzenhart

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