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Weitere UMTS-Antenne in Lenggries

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Die UMTS-Antenne 
          auf dem Dach des „Lenggrieser Hofs“ wird seit Dienstag installiert. 
            Foto: F. Speer
Die UMTS-Antenne auf dem Dach des „Lenggrieser Hofs“ wird seit Dienstag installiert. Foto: F. Speer

Lenggries - Nachdem im März die erste UMTS-Anlage in Lenggries in Betrieb ging, wird nun gerade die zweite aufgebaut: auf dem Dach des "Lenggrieser Hofs".

Seit Dienstag sind die Handwerker auf dem Dach des Gasthauses an der Münchner Straße tätig. "Es ist genau das passiert, was wir befürchtet haben, nachdem die erste Anlage in Betrieb gegangen ist", sagt Bauamtsleiter Anton Bammer. Die hatte seinerzeit T-Mobile installiert - auf dem eigenen Masten an der Schützenstraße.

Gegen diese Anlage konnte die Gemeinde genauso wenig machen wie jetzt gegen die Antenne von Vodafone an der Münchner Straße. Denn haben die Mobilfunkkonzerne einen Standort aufgetan, müssen sie die Kommunen laut Mobilfunkpakt II nur davon in Kenntnis setzen, dass die Antennen installiert werden.

Dass Protest oft zwecklos ist, musste Florian Kubiczek, Sprecher der Bürgerinitiative gegen UMTS, erkennen. "Man muss sagen, dass wir in dem Fall leider verloren haben." Für die Initiative habe es schlicht "keine Möglichkeit gegeben", gegen die Anlage vorzugehen. Denn der Vertrag zwischen dem Konzern und Georg Feuerer vom "Lenggrieser Hof" ist schon fünf Jahre alt - geschlossen, lange bevor der Sturm der Entrüstung gegen die befürchtete Strahlung losbrach. Dem Hausbesitzer sei deshalb auch kein Vorwurf zu machen, betont Kubiczek.

Als die öffentliche Diskussion begann und sich breiter Widerstand im Brauneckdorf formierte, versuchte Feuerer auch mit allen Mitteln, den Vertrag rückgängig zu machen – ohne Erfolg. "Wir haben zwei Jahre wirklich alles versucht, aber man kommt aus diesem Vertrag nicht mehr raus, der ist bindend", sagt Andreas Feuerer, der die Gaststätte im Juli vom Vater übernommen hat.

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