Die Zukunft des 15 Hektar großen Kasernenareals ist weiter ungewiss. Die Gemeinde hofft aber, in diesem Jahr den Kauf des Sportplatze (links im Bild) unter Dach und Fach zu bekommen. Dafür fehlt aber noch die Altlastenuntersuchung. a

Zukunft der Kaserne weiter ungewiss

Lenggries - Die Schließung der Lenggrieser Prinz-Heinrich-Kaserne jährt sich zum Jahreswechsel zum fünften Mal. Eine Nutzung ist nach wie vor nicht in Sicht.

Weiter auseinander könnten die Vorstellungen von Gemeinde und Bund wohl kaum liegen: Während die Kommune nach dem Scheitern der Fachhochschulpläne der Schörghuber-Gruppe vor drei Jahren nun die Beseitigung der Gebäude fordert, sucht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) weiter einen Investor. Kein Wunder: Ein Abriss würde Millionen kosten. "Die von der Gemeinde geforderte ,Grüne Wiese' wird von uns nicht gewünscht. Der Bund wird alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um einer Beseitigungsanordnung entgegenzuwirken", sagt Bima-Sachbearbeiter Kurt Zeitler auf Anfrage.

Der Bund bemühe sich weiterhin, einen Investor für das 15 Hektar große Gelände zu finden. Allerdings würden die Vorstellungen der Gemeinde über die künftige Nutzung den Kreis schon sehr einschränken. "Die Nutzung des Areals muss für Lenggries verträglich sein", betont Bürgermeister Werner Weindl. "Das gilt sowohl für die städtebauliche Entwicklung als auch für die soziale Struktur, die Infrastruktur und die Verkehrsbelastung." Daher lehne der Gemeinderat ein Wohn- oder ein Gewerbegebiet ab. "Denkbar wäre aber eine öffentliche Nutzung beispielsweise als Bildungseinrichtung."

Zumindest in einem kleinen Teilbereich dürfte heuer Bewegung kommen: Die Kommune ist festen Willens 2009 den Kaufabschluss für den ehemaligen Kasernen-Sportplatz endlich unter Dach und Fach zu bringen. Mitte Januar will die Bima nun endlich den seit Monaten geforderten Altlastenbericht für das Gelände vorlegen.

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