1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz

Zwei Lenggrieser auf dem Weg in den Orient

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Starten bei der Allgäu-Orient-Rallye: Harald Miklautz (li.) und Fred Fuchs. Los geht’s am 30. April in Oberstaufen. Ziel ist die jordanische Hauptstadt Amman. Foto: arp
Starten bei der Allgäu-Orient-Rallye: Harald Miklautz (li.) und Fred Fuchs. Los geht’s am 30. April in Oberstaufen. Ziel ist die jordanische Hauptstadt Amman. Foto: arp

Lenggries - 3500 Kilometer, zehn Länder, 11 Tage Zeit. Das sind die Eckdaten der Allgäu-Orient-Rallye nach Jordanien: Unter den Startern sind die Lenggrieser Fred Fuchs und Harald Miklautz.

Das Isarwinkler Duo fährt gemeinsam mit zwei weiteren Zweier-Teams. Wie Fred Fuchs gehört die Besatzung der anderen Wagen dem bundesweiten Zusammenschluss "Gärtner von Eden" an. Das ist auch der Team-Name - verbunden mit dem Zusatz "Die Wüste blüht". Branchenfremd ist nur Vermessungsingenieur Harald Miklautz. Als Fuchs ein Mitfahrer fehlte, "hab’ ich gesagt, der nächste, der bei mir anruft, fährt mit". Wenig später klingelte das Telefon - am anderen Ende war der 43-jährige Lenggrieser. "Ich fand die Idee so cool, ich wär’ schon am nächsten Tag losgefahren", sagt Miklautz.

Allerdings musste erst noch ein geeignetes Auto gefunden werden. Die Vorgaben der Veranstalter sind klar: mindestens 20 Jahre alt und/oder maximal 1111,11 Euro wert. "Die Fahrzeuge bleiben in Jordanien und werden dort zu Geld gemacht", erklärt Miklautz. Der Erlös ist für einen guten Zweck. Im Fall der "Gärtner von Eden" fließt er in ein Kinderheim. "Wir werden auch noch ein paar Sachen mitnehmen - beispielsweise einen Rollstuhl", verspricht Fuchs (49). Transportiert wird das ganze in einem Range Rover, Baujahr 1988, der eigentlich schon bei einem Bekannten von Fuchs zum Ausschlachten auf dem Hof stand.

Gestartet wird in einem Feld von 100 Teams am 30. April in Oberstaufen. Vom Allgäu aus geht es dann durch Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei und Syrien in die jordanische Hauptstadt Amman. Ankunft soll am 10. Mai sein. Auf dem Weg müssen verschiedene Stationen passiert werden. Allerdings ist bei der Rallye eher der Weg das Ziel - die Zeit ist zweitrangig. "Man darf auch kein elektronisches Navi benutzen und keine Autobahnen fahren", sagt Miklautz. Und noch eine Vorgabe gibt es: Eine Übernachtung darf maximal zehn Euro kosten. "Wir werden daher wohl meistens im Auto schlafen." Nicht nur deshalb, "wird das auf jeden Fall ein Abenteuer", sind sich die Lenggrieser einig.

Mehr zum Rallye gibt es im Internet unter www.allgaeu-orient.de. Das Team von Fred Fuchs und Harald Miklautz stellt sich auf www.gve-team99.de vor.

Auch interessant

Kommentare