Feiert am 26. Juni Primiz in Bad Tölz: Martin Gehringer.

Zwei Primizen und Nina Ruge prägen Tölzer Kirchenjahr

Bad Tölz - Ausgerechnet in Zeiten des Priestermangels gibt es in Bad Tölz heuer gleich zwei Primizen. 

Martin Gehringer absolviert zurzeit als Diakon im Pfarrverband Indersdorf sein zweites Pastoraljahr. Der 26-Jährige lernt dabei den priesterlichen Dienst nach seinem Studium in der Praxis und im Alltag kennen. Gehringer wird am Samstag, 25. Juni, im Dom zu Freising von Kardinal Reinhard Marx zum Priester geweiht. Die Primiz, also den ersten Gottesdienst in seinem Heimatort, wird der Tölzer am Sonntag, 26. Juni, feiern. Der Festgottesdienst wird um 9 Uhr am Marienbrunnen in der unteren Marktstraße beginnen.

Wie Stadtpfarrer Peter Demmelmair sagt, „wird das eine besondere Sache“, weil die Tölzer Traditionsvereine mitwirken werden. Deshalb gibt es auch einen Primizlader: Der Mesner von Kalvarien- und Mühlfeldkirche, Heinz Bader, in Personalunion auch Vorstand der „Edelweißer“, wird diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen. 

Von der Liturgie her in einer etwas strengeren, „monastischeren“ Form, wie Demmelmair sagt, wird der Primizgottesdienst von Frater Lukas (Lorenz) Essendorfer ablaufen. Der 42-jährige Enkel des langjährigen Tölzer Pfarrmesners ist 2008 bei den Benediktinern in St. Bonifaz in München eingetreten und hat dort 2012 seine Ewige Profess als Ordensbruder abgelegt. Essendorfer war wie Gehringer lange Jahre Ministrant in der Pfarrei Maria Himmelfahrt und fühlt sich dem früheren Stadtpfarrer Rupert Berger und den damaligen Kaplänen Klaus Gürster und Peter Priller verbunden. 

Der Wunsch zur Priesterweihe, so erzählt er, sei eigentlich erst in jüngerer Zeit entstanden. Essendorfer ist derzeit Diakon im Münchner Pfarrverband Mariahilf-St.Franziskus und engagiert sich in der Obdachlosenhilfe. Frater Lukas wird am Sonntag, 5. Juni, um 14 Uhr in Sankt Bonifaz in München von Kardinal Reinhard Marx zum Priester geweiht. Sein Primizgottesdienst in Tölz findet am Vortag von Maria Himmelfahrt, am Sonntag 14. August, in der Stadtpfarrkirche statt.

"Großes Geschenk für Bad Tölz"

Stadtpfarrer Demmelmair empfindet beide Primizen als „großes Geschenk für Bad Tölz“. Er sei sich aber durchaus bewusst, dass er als jetziger Stadtpfarrer ernte, wo er nicht gesät habe. Beide Primizianten seien aber tief verwurzelt in der Tölzer Pfarrei. Der Geistliche Rat freut sich auf die zwei Festtage. 

Beim Ausblick auf das Kirchenjahr 2016 darf im Sommer die Lesung der Fernsehmoderatorin, Journalistin und Autorin Nina Ruge am Tölzer Kalvarienberg nicht fehlen. Hans-Günther Kaufmann, ein sehr guter Freund Demmelmairs, arbeitet derzeit für den Weltjugendtag in Krakau an einem Filmprojekt über die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Darin werden die Wortpassagen von Nina Ruge gelesen. Das etwa 50 Minuten lange, eher meditative Stück soll live an der Kirche mit der jüngst eröffneten „Pforte der Barmherzigkeit“ vorgetragen werden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. 

Christoph Schnitzer

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