1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz

Zwickerbäuerin bleibt zu Hause, Harbeck will Versteigerung stoppen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Zukunft des Zwickerhofs bewegt die Menschen im weiten Umkreis. Foto: archiv
Die Zukunft des Zwickerhofs bewegt die Menschen im weiten Umkreis. Foto: archiv

Bad Tölz - Bei der Zwangversteigerung des Zwickerhofs ließ sich Bäuerin Annelies Sappl nicht blicken. Ein anderer startete gleich zu Beginn den Versuch, die Veranstaltung zu sprengen.

Der ehemalige Tölzer Stadtrat Robert Harbeck zählte sich viele Jahre zu Sappls Verbündeten. Weil eine Pfändung drohte, beglich er einmal beim Finanzamt eine Steuerschuld der Zwickerbäuerin. Unter anderem deswegen gehört er nun zu Sappls Gläubigern - freilich mit einer vergleichsweise kleinen Summe.

Als solcher beantragte er an Donnerstag, alle 61 Flurnummern des Anwesens einzeln zu versteigern. Das hätte wohl in einem heillosen Chaos geendet. „Ich hatte nur das Ziel, die Versteigerung zu verhindern“, gab er in einer Pause zu. „Vielleicht hätte Frau Sappl bei einer Verschiebung des Termins um ein halbes Jahr noch einmal Gelegenheit gehabt, einen regulären Käufer zu finden.“

Rechtspfleger Reinhard Hofstetter nahm Harbeck aber ins Gebet: „Ich mache sie darauf aufmerksam, dass dadurch das hetige Verfahren nur zwei Stunden länger dauern würde. Wollen Sie das dem Gericht und allen Beteiligten wirklich zumuten?“ Harbeck zog den Antrag nach kurzer Bedenkzeit zurück. (ast)

Auch interessant

Kommentare