Einer der Höhepun kte der Sport- und Festwoche: TSV-Vorsitzender Hans Pröbstl (rechts) geht hinter der Blasmusik und neben der Vereinsstandarte beim Festzug mit.

42. Sport- und Festwoche des TSV Hilgertshausen: Wie ein kleines Volksfest

Es ist immer wieder erstaunlich, was der TSV Hilgertshausen jedes Jahr bei seiner Sport- und Festwoche auf die Beine stellt. 140 Männer und Frauen haben auch diesmal am vergangenen Wochenende mit angepackt und für Volksfestatmosphäre auf dem Sportgelände gesorgt.

Hilgertshausen – Eine schweißtreibende Angelegenheit war die 42. Sport- und Festwoche des TSV Hilgertshausen sowohl für die Fußballer, Beachvolleyballer und Tennisler als auch für die vielen freiwilligen Mitarbeiter aus dem Verein, die im Festzelt Hendl grillten, Maßkrüge schleppten oder andere Aufgaben hatten.

Trotz größter Hitze blieben die Festgäste weder den sportlichen Veranstaltungen noch den Stimmungsabenden im Festzelt fern. Was in größeren Orten die Volksfeste sind, das ist in Hilgertshausen dieses alljährliche Fest des Sportvereins. Rechnet man den Bieranstich am Donnerstag mit, der auch schon überraschend gut besucht war, so waren es heuer vier Tage, an denen die Bürger aus der Gemeinde und darüber hinaus ihre Verbundenheit zum TSV zeigten.

Für Kinder und Jugendliche hatte dieses Fest nicht zuletzt wegen eines Spielmobils, eines Schießstands und des Süßigkeiten-Stands mit Zuckerwatte und Popcorn Magnetwirkung. An der Oberbernbacher Eis-Oase standen die Kleinen Schlange.

Der 9. Oberilmtaler Hügellauf lockte Läufer aller Altersklassen aus mehreren Landkreisen nach Hilgertshausen. Es ist ein Phänomen, dass es dem TSV nun schon seit 1977 gelingt, jedes Jahr aufs Neue die vielen Gäste im Festzelt kulinarisch zu versorgen, ohne dass man einen Festwirt hat. Da ist es wirklich notwendig, dass alle 140 Helfer in der Festküche, beim Bedienen der Gäste und bei vielen anderen Aufgaben mehrere Tage ihrer Freizeit für den TSV opfern.

Manch anderer Verein würde es nicht schaffen, auf diese Weise so ein Fest durchzuziehen und obendrein die Vereinskasse aufzubessern. Das ehrenamtliche Engagement in Hilgertshausen haben daher TSV-Chef Hans Pröbstl und der Schirmherr, Bürgermeister Markus Hertlein, besonders gewürdigt.

Hertlein war sich auch nicht zu schade, bei diesem Mega-Fest selbst Arbeiten zu übernehmen. Über den Zusammenhalt im Ort freute sich Pfarrer Paul Riesinger, der in der Pfarrkirche St. Stephan sowohl mit den Sportlern als auch mit den Schützen, Feuerwehrlern, Burschen, Mädchen, dem Katholischen Frauenbund, den Veteranen und der katholischen Landjugend den Festgottesdienst feierte.

All die Vereine marschierten mit ihren Fahnen beim Festzug mit, den die Blaskapelle Langenpettenbach hin zum TSV-Festgelände anführte. Am stärksten beim Festzug vertreten war heuer der Obst- und Gartenbauverein mit knapp 30 Teilnehmern.

Natürlich marschierten auch Bürgermeister Markus Hertlein, dessen Stellvertreter Adi Doldi, die beiden Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath (CSU) und Martin Güll (SPD), Altbürgermeister Hermann Zanker und die amtierenden Gemeinderäte mit, Ihnen wehte der Hendlgeruch schon um die Nase, als sie das Festzelt betraten. Hier sorgte die Bembegga Musi unter der Leitung von Sigrid Daumiller-Kroll, wie schon zwei Tage zuvor beim Tag der Betriebe, für zünftige Blasmusik.

Stolz darf der TSV sein, dass auch der Abend mit der Partyband „Die Performer“ und der Schlussabend mit „MyOmei“ sehr gut besucht war. Es gab keinen Tag, an dem Eintritt erhoben wurde, was sich laut TSV-Vorsitzenden Pröbstl positiv auf den Besuch ausgewirkt habe.

Der Erfolg dieses Festes kommt letzlich allen Sportlern im TSV zugute. Erst vor kurzem musste das Sportheim mit einem neuen Dach versehen werden, und da ist es gut, wenn sich so ein Verein nicht auf die Beiträge der Mitglieder und Zuschüsse verlässt, sondern selbst für eine zusätzliche Einnahmequelle, wie es dieses große Fest, sorgt.

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