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Bei dem Erdinger Lastwagen riss der Tank. Hunderte Liter Diesel liefen neben der A8 ins Erdreich, die Feuerwehren aus der Umgebung waren die ganze Nacht beschäftigt.

800 Liter Diesel laufen aus

Illegale Ruhepause auf A8: Unfall mit Mega-Schaden

Bergkirchen/Olching/Erding - Der Fahrer eines slowenischen Lastwagens hat - illegal - seine Ruhezeit auf dem Seitenstreifen der A8 genommen. Das nahm ein verhängnisvolles Ende.

Ein schwerer Lastwagenunfall hat sich am späten Montagabend im Bereich der Eschenrieder Spange/Autobahn A 8 München – Stuttgart ereignet. Dabei war ein Sattelzug aus dem Landkreis Erding beteiligt. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Mit 180.000 Euro ist der Sachschaden aber beträchtlich.

Für die Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck besonders ärgerlich: Auslöser der heftigen Kollision war ein auf der Autobahn geparkter slowenischer Sattelzug. „Das kontrollieren und ahnden wir sehr streng, dennoch kommt es immer wieder vor“, sagte ein Sprecher der Brucker Autobahnpolizei auf Anfrage.

Lasterunfall auf der A8: Bilder

Zum Hergang erklärt der Polizeisprecher, dass ein ausländischer Brummi-Fahrer sein Gefährt am Übergang der Eschenrieder Spange bei Olching (Kreis Fürstenfeldbruck) widerrechtlich auf dem Pannenstreifen abgestellt habe. „Leider ist das Praxis, die Fahrer fahren bis zum Ende ihrer Lenkzeit, finden keinen Parkplatz, setzen dann einfach den Blinker und fahren rechts ran.“

800 Liter Diesel ergossen sich auf die Fahrbahn

Als der Fahrer des Gespanns schon in der Koje lag, nahte von hinten der Erdinger Sattelzug eines Spediteurs. Am Steuer saß ein Münchner (52). „Er war kurz abgelenkt“, so der Polizeibeamte. Der Sattelschlepper erfasste das stehende Fahrzeug im Bereich des Dieseltanks. Der riss durch die Wucht des Aufpralls auf. 800 Liter Kraftstoff ergossen sich auf die Fahrbahn und ins Erdreich. Auch der Aufbau des ersten Lastwagens ging zu Bruch, Ladung und Trümmerteile verteilten sich weiträumig auf der gesamten Autobahn. Der Erdinger Truck kam erst nach 150 Meter stark beschädigt zum Stehen.

Einsatzkräfte waren bis in den Morgen vor Ort

Die Bergung zog sich die ganze Nacht hin. Immer wieder kam es zu Sperrungen der A 8. Im Einsatz waren neben Polizei, Rettungsdienst und Autobahnmeisterei auch die Feuerwehren Gröbenzell, Geiselbullach und Graßlfing - und bis in die frühen Morgenstunden die beiden THW Ortsverbände Dachau und FFB.

ham/kg

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