Neue Coronaschutz-Verordnung erlaubt ab 20. Juni Abi-Partys
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Neue Coronaschutz-Verordnung erlaubt ab 20. Juni Abi-Partys (Symbolbild)

Gymnasiasten aus dem Landkreis Dachau legen gute Abi-Prüfungen ab

Spitzen-Noten trotz Corona

Die Befürchtungen, Corona könnte den Absolventen  das Abitur verhageln, haben sich nicht bestätigt. Das zeigte sich auch im Landkreis Dachau: Die drei Schulleiter sind sehr zufrieden. 

VON PETRA SCHAFFLIK

Dachau/Indersdorf– Die Befürchtungen, Corona könnte den Absolventen in diesem Jahr das Abitur verhageln, haben sich nicht bestätigt. Mehr Spitzennoten und ein etwas besserer Notenschnitt, die bayerischen Schüler haben ein „hervorragendes Abitur“ abgelegt, das hat Kultusminister Michael Piazolo zuletzt mitgeteilt.

Ein Trend, der sich auch im Landkreis bestätigt. Die drei Gymnasien geben zwar traditionell keinen Notendurchschnitt bekannt. Aber am Dachauer Ignaz-Taschner-Gymnasium (ITG) waren die Ergebnisse „ein bisschen besser als in den Vorjahren“, bestätigt Schulleiter Erwin Lenz. Bei der Bekanntgabe der Noten „waren ausnahmslos alle glücklich“. Zwei Schülerinnen können sich über die Traumnote 1,0 freuen. Zwei Spitzenabsolventen, „das hatten wir noch nie“!

Auch am Dachauer Josef-Effner-Gymnasium (JEG) lag das Resultat „marginal, aber ein bisschen besser als in den Vorjahren“, so Schulleiter Peter Mareis. Und dass wie bisher Spitzenleistungen möglich gewesen sind, zeigten zwei Einser-Absolventen, so Mareis, der in diesem Jahr nicht nur wegen Corona in einer besonderen Situation war. Da sein jüngster Sohn, wenn auch an einer anderen Schule, das Abitur abgelegt hat, durfte Mareis im Vorfeld nicht in den Prüfungsablauf involviert sein.

Am Gymnasium Markt Indersdorf (GMI) liegt das Abitur im Rahmen der Vorjahre und Schulleiter Thomas Höhenleitner freut, „dass wir keine Abweichung nach unten haben, das ist schon einmal wichtig“. Auch die Zahl der Jugendlichen, die nicht bestanden haben, „ist so gering wie immer“. Eine Schülerin des GMI hat als beste Absolventin mit 1,1 abgeschlossen.

Die erfreulichen Ergebnisse haben nach Ansicht der Schulleiter ihre Ursachen in der Betreuung der Kinder: Sowohl im Lockdown wie danach, als die Abiturienten als erste wieder zurück durften an die Schulen, habe das ITG den Absolventen eine „spezielle Förderung“ geboten, das Lehrerteam hätte sich „unheimlich Mühe gegeben“, sagt Lenz. Auch am JEG wurden die Schüler von den Lehrern „überragend betreut“, lobt Schulleiter Peter Mareis. Per Einzelvideokonferenz habe es bei Bedarf sogar individuelle Betreuung gegeben. Alles mit dem Ziel, die Schüler „bei der Stange zu halten“.

Geholfen hat aus Sicht von GMI-Schulleiter Thomas Höhenleitner auch, dass nach Ostern auf Prüfungen in Nicht-Abiturfächern verzichtet wurde. „Die Schüler konnten ihren Fokus voll auf die fünf Prüfungsfächer richten.“ Mit einem persönlichen Schreiben habe er den Schülern in der Zeit des Homeschooling Mut zugesprochen. Die Abitur-Prüfung selbst nennt Höhenleitner „fair, aber nicht leichter als sonst. Das ist kein Not-Abitur“! Der Jahrgang 2020 erhält „ein vollständiges, vollwertiges Abitur“, betont auch JEG-Schulleiter Mareis.

So wie schon Unterricht und Abi-Prüfungen, werden auch die Abschlussfeiern coronabedingt anders ausfallen als üblich. Schließlich gilt es, die maximal erlaubte Teilnehmerzahl von 100 Personen einzuhalten, dennoch sollen Eltern diesen großen Tag ihrer Sprösslinge mitverfolgen können. Allen Schulleitern lag es am Herzen, eine würdige Feier zu gestalten, überall gibt es deshalb mehrere kleine Festakte, dazwischen wird gelüftet und desinfiziert.

Das ITG verabschiedet seine 151 Abiturienten „in Schichten“, so Schulleiter Erwin Lenz, sieben halbstündige Termine sind am Freitag der kommenden Woche ab 11 Uhr festgesetzt. Auf seine Abiturrede, längst vor Corona geschrieben, wird Lenz verzichten und stattdessen nur ein, zwei Minuten sprechen. Jeder Absolvent erhält mit dem Zeugnis eine CD mit der nicht gehaltenen Schulleiter-Rede und einer Schüler-Präsentation als Andenken. Am Gymnasium Markt Indersdorf sind für die 101 Abiturienten vier Veranstaltungen angesetzt, die je eine Stunde dauern sollen. Schulleiter Thomas Höhenleitner wird das Zeugnis „unter einer Plexiglasscheibe durchreichen“. Und alle Schüler erhalten eine Überraschung.

Für seine 149 Absolventen hat das JEG sieben einstündige Festakte terminiert, drei am Freitag, vier am Samstag. Sprechen werden der Schulleiter und je ein Schüler, die Redezeit ist auf vier Minuten begrenzt. Dann bleibe genug Zeit, dass jeder Absolvent zu einer individuellen Musik vorkommt. Schulleiter Mareis verspricht allen eine „kleine, schnuckelige Feier“.

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