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Ein besonders guter Jahrgang: die Schüler mit einem Aibturschnitt von 1,5 oder besser.

Abiturzeugnisvergabe am Gymnasium Markt Indersdorf

Sie sollen das gelobte Land schaffen

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Indersdorf - Spätestens bei der Abiturrede zeigte es sich: Die 125 Abiturienten, die jetzt am Indersdorfer Gymnasium ihre Zeugnisse bekommen haben, sind ein ganz besonderer Jahrgang. Nur einen Vortrag halten und die Schulzeit Revue passieren lassen? Das kam nicht in Frage.

Am Gymnasium Markt Indersdorf gab es bei der Verabschiedung der Abiturienten stattdessen ein Streitgespräch zwischen einer Schulbefürworterin (Katharina Fichtl) und einer Schulgegnerin (Franziska Aue). Dazu kamen Frederik Koller als Schüler kurz vor einem Nervenzusammenbruch sowie mehrere Moderatoren. „Ich glaube an den heiligen Geist des Kultusmysteriums“, mit diesem Glaubensbekenntnis eröffnete Katharina Fichtl die Ansprache – und hatte sofort die Lacher auf ihrer Seite. 

Charmant verpackten die Abiturienten schöne und nicht so schöne Schulerlebnisse in den kleinen Sketch. Vom ganz eigenen Charme des betonlastigen Schulgebäudes über das zuweilen nervige Krankheitsbüchlein, das ausgefüllt werden musste, bis hin zu neuer Technik im Unterricht gaben sie einen Einblick in das Leben eines Oberstufenschülers am Indersdorfer Gymnasium. Ein Höhepunkt war, als sich die Schüler bei ihren Lehrern bedankten. Der gesamte Jahrgang stand auf, drehte sich zu den Lehrern um und applaudierte lange Zeit.

Trotz dieser freundlichen Worte hatte Schulleiter Thomas Höhenleiter später in seiner Rede noch ein Hühnchen zu rupfen: „Sie halten hier eine Abiturrede, die so gigantisch und witzig ist, dass ich sie nicht mehr toppen kann.“ Nicht nur was die Ansprache anbelangt, war er begeistert von seinen Abiturienten. „Es ist ein Spitzenjahrgang, vielleicht einer der besten der Schulgeschichte“, sagte er. Fünf Schüler erreichten die Traumnote 1,0, 20 hatten einen Schnitt von 1,5 oder besser. Weitere 21 Schüler bekamen Auszeichnungen für besonders gute Leistungen in einzelnen Fächern oder weil sie sich über Jahre hinweg fleißig im Schulleben engagiert hatten. 

Damit sind sie genau auf dem richtigen Weg, wie Höhenleiter betonte: „Das Reifezeugnis prädestiniert sie zur Mitgestaltung der Welt“, sagte er. Die Schüler hatten als Abiturmotto den Spruch „Ab ins gelobte Land“ gewählt. „Es ist Ihre Aufgabe, das gelobte Land zu schaffen“, sagte Höhenleitner. Ähnliches gab auch Marion Schmeller vom Elternbeirat den Schulabgängern mit: „Hinterlasst einen Namen, damit Ihr vermisst werdet, wenn Ihr fehlt.“ 

Die Absolventen sind bereit dazu: „Die Zukunft reicht uns die Hand“, sagte Katharina Fichtl in der Abiturientenrede. „Lasst sie uns ergreifen und neue Horizonte entdecken.“ Beim ersten Schritt hin zu neuen Horizonten blickten die Absolventen noch einmal zurück: Bei der Zeugnisausgabe schritt jeder zu seinem Lieblingslied nach vorne. Im Hintergrund projizierte ein Beamer ein Kinderfoto und ein akutelles Foto auf die Wand – symbolisch für die Vergangenheit und die Zukunft. 

Ein besonders Lob gab es für die Schulbesten Philipp Gewalt (1,0), Lukas Knop (1,0), Katharina Schambach (1,0), Julia Schneider (1,0), Sarah Stemmler (1,0), Benedikt Biller (1,1), Mona Auer (1,2), Katharina Fichtl (1,2), Johanna Hager (1,2), Julika Borgdorf (1,3), Jessica Grigori-Roth (1,3), Sophie Haumer (1,3), Sarah Nast (1,3), Lea Paoli (1,3), Ann-Kathrin Will (1,3), Regina Isemann (1,4), Andreas Käser (1,4), Hannah Kugler (1,5), Meike Mehlert (1,5) sowie Victoria Zoberbier (1,5).

Bilder: Verabschiedung der Abiturienten am Gymnasium Indersdorf 

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